Gefahrgut im Blick der Polizei Mängel bei Lkw-Kontrollen auf A1 bei Wildeshausen entdeckt

Von Thorsten Konkel

22 Spezialisten der Polizei haben auf der A1 bei Wildeshausen Lastwagen unter die Lupe genommen: 23 von 37 Fahrzeugen hatten Mängeln, neun davon so schwere, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. Symbolfoto:/Armin Weigel dpa22 Spezialisten der Polizei haben auf der A1 bei Wildeshausen Lastwagen unter die Lupe genommen: 23 von 37 Fahrzeugen hatten Mängeln, neun davon so schwere, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. Symbolfoto:/Armin Weigel dpa

22 Spezialisten der Polizei haben auf der A1 bei Wildeshausen Lastwagen unter die Lupe genommen: 23 von 37 Fahrzeugen hatten Mängeln, neun davon so schwere, dass die Weiterfahrt untersagt wurde.

Wildeshausen. Wieder eine Lastwagenkontrolle, wieder ist das Ergebnis erschreckend: Von den 37 überprüften Fahrzeugen des Kraftverkehrs, die Spezialisten der Polizeidirektion Oldenburg am Donnerstag bei Wildeshausen auf der Rastanlage der A1 kontrolliert haben, wiesen gleich 23 Mängel auf. Neun Fahrzeuge davon hatten sogar so schwere, dass ihren Lenkern die Weiterfahrt damit untersagt wurde.

Schwerpunkt „Gefahrguttransporte“

Neben den Oldenburger Spezialisten waren an der von 9 bis 15.30 Uhr laufenden Kontrolle mit dem Schwerpunkt „Gefahrguttransporte“ auch zwei Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes und zwei Spezialisten der Polizei Bremen im Einsatz.

Bei ihrer Arbeit auf dem Gelände der Tank- und Rastanlage Wildeshausen in Richtung Bremen stellten sie auch bei zwölf Gefahrguttransportern, die sich unter den kontrollierten Fahrzeugen befanden, zahlreiche Mängel fest.

Beamte schreibenelf Anzeigen

Diese führten zu elf Anzeigen wegen gefahrgutrechtlicher Verstöße. In insgesamt neun Fällen musste die Weiterfahrt bis zur Beseitigung der jeweiligen Mängel untersagt werden.

Ein Laster, der mit drei fabrikneuen Sattelzugmaschinen beladen war, überschritt mit 4,30 Metern Höhe die zulässige Gesamthöhe von vier Metern. Dadurch kann es zu schweren Unfällen und Schäden an Brückenbauwerken kommen, falls die Ladung mit einer über der Straße verlaufenden Brücke zusammenstößt, betonen die Beamten.

Keine Ausnahmegenehmigung

Der 56-jährige Lenker des zu hohen Fahrzeugs konnte auch keine Ausnahmegenehmigung vorlegen, die ihm eine Transportroute mit ausreichender Brückenhöhe vorgeschrieben hätte. Auf die Spedition kommt jetzt außerdem ein so genanntes „Gewinnabschöpfungsverfahren“ in Höhe von rund 1000 Euro zu.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

In einem weiteren Fall wurden bei einer Überführungsfahrt unzulässigerweise ein noch nicht zugelassener Trailer als Transportmittel genutzt, der selbst auch überführt werden sollte. Zusätzlich wurde ein nicht zulässiges Händlerkennzeichen angebracht. Gegen den Lkw-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet.