Rundflug mit „Datenlogger“ Bookholzberger Schüler testen für Wetterballon

Von Mareike Bader

Jan Krumland und Lehrer Björn Hoff mit dem kleinen „Datenlogger“, der am Dienstag am Ganderkeseer Airfield getestet wurde. Foto: Mareike BaderJan Krumland und Lehrer Björn Hoff mit dem kleinen „Datenlogger“, der am Dienstag am Ganderkeseer Airfield getestet wurde. Foto: Mareike Bader

Bookholzberg/Ganderkesee. Eine Schülerfirma an der Oberschule an der Ellerbäke will Ende April einen Wetterballon in die Stratosphäre schicken. Am Dienstag wurde hierfür der sogenannte „Datenlogger“ auf dem Ganderkeseer Airfield bei einem Flug getestet.

Ein ambitioniertes Projekt haben sich die zwölf Schüler der neunten und zehnten Klasse der Oberschule an der Ellerbäke in Bookholzberg vorgenommen. Mit ihrer Schülerfirma wollen sie einen Wetterballon bauen und ihn auf knapp 40.000 Meter Höhe bis in die Stratosphäre steigen lassen.

In der Box, die in die Luft geschickt wird, soll ein sogenannter „Datenlogger“ die Ergebnisse ermitteln. Dazu gehören etwa Temperatur, Luftdruck oder Höhe. Damit kann am Ende am Computer ein 3D-Flugbild erstellt werden. Hinzu kommen Fotos von einer speziellen Kamera. Ein zusätzliches GPS-Gerät hilft, dass die Box nach der Landung gefunden werden kann.

Ehemaliger Schüler engagiert sich freiwillig

„Ich möchte die Kinder vom Sofa hochkriegen“, unterstreicht der zuständige Lehrer Björn Hoff. Auch sein ehemaliger Schüler Marvin Pohl war vom Projekt begeistert, als er von einem Bekannten davon erfuhr: „Mich persönlich interessiert auch, wie das funktioniert.“

Wetterballon wird von Schülern komplett selbst gebaut

Denn der Wetterballon wird von den Schülern komplett selbst gebaut, obwohl es dafür auch fertige Pakete gibt, die man bestellen kann. „Die Schüler sprechen immer von ganz viel Technik, wissen aber nicht immer, was dahinter steckt“, erklärt Lehrer Hoff.

Nachdem genug Sponsoren für die Kosten des Wetterballons in Höhe von 1500 Euro gefunden wurden, geht es nun an die Konstruktion. Dazu gehört auch das richtige Material auszusuchen, die Akkus für die Stromversorgung müssen auch mal minus 60 Grad Celsius aushalten, die Speicherkarte des „Datenloggers“ groß genug für alle Aufzeichnungen sein.

Testflug für den „Datenlogger“

„Wenn ein Detail nicht klappt, platzt das ganze Projekt“, erklärt Björn Hoff. Am Dienstag wurde der „Datenlogger“ getestet. Hobbypilot Marvin Pohl flog dafür am Airfield Ganderkesee die Testreihe, die von Neo Dargl und Jan Krumland durchgeführt wurde.

Durch Pohl entstand der Kontakt zum Airfield, aber auch durch den Verein GanterART, einer der Sponsoren. Die Vereinsmitglieder waren sofort begeistert von der Idee der Schüler, eine Miniaturfigur des Ganters an der Kanzel des Wetterballons anzubringen.

Wetterballon soll Ende April von Ganderkesee aus starten

Etwa Ende April soll der Wetterballon dann vom Airfield aus starten. Bis zu 150 Kilometer kann er zurücklegen. „Schlecht wäre Richtung Norden“, sagt Pohl, Lehrer Hoff schätzt eine Landung am Rande des Harzes ein. Bis dahin gibt es noch einiges für die zwölf Schüler zu tun, etwa das Design der Kanzel sowie einen Kurs am 3D-Drucker an der Uni Oldenburg.