Viel zu tun und gut gelaunt Dienstlich auf dem Ganderkeseer Faschingsumzug

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Original und Fälschung: Die hiesige Polizei freute sich über die heiße Kollegin von Übersee. Foto: Thorsten KonkelOriginal und Fälschung: Die hiesige Polizei freute sich über die heiße Kollegin von Übersee. Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Nicht nur die Gäste hatten ihren Spaß bei dem Umzug. Auch viele Polizisten, Rettungskräfte und andere Helfer freuten sich auf den Einsatz und meldeten sich freiwillig, um beim Fasching Dienst schieben zu können.

„Die meisten Mitarbeiter finden es immer wieder witzig, wenn ein Besucher auf sie zukommt und ihre Einsatzkleidung als ‚gute Verkleidung‘ lobt“, sagte Andreas Strodthoff, der Vorsitzende des Ganderkeseer Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), am Sonntag. „Umgekehrt sprechen unsere Mitarbeiter auch gerne Leute an, die sich besonders blutig verkleidet haben und sagen, dass sie sich an das Rote Kreuz wenden können, wenn sie Hilfe bräuchten.“

Frau mit Scharlach feierte mit

Sowohl die Polizei als auch das DRK hatten einige Einsätze. „Es gab über 100 Versorgungen, etwas weniger als im Vorjahr, als es 130 Versorgungen gab“, zählt Strodthoff auf. „Im vergangenen Jahr mussten wir schon vor dem Umzug 13 Patienten nähen, dieses Mal waren es nur zwei, bis zum Abend zehn.“ Bei einer Frau, die über Kreislaufprobleme und Erbrechen klagte, stellten die Helfer Scharlach fest. „Sie wusste von der Erkrankung, ist aber trotzdem zum Umzug gekommen“, sagt Strodthoff. „Wir haben deswegen auch das Gesundheitsamt informiert.“

DRK, Polizei, die Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine und das Technische Hilfswerk dankten sich gegenseitig für die tolle Zusammenarbeit, lobten aber auch die Besucher: „Die Gäste haben dafür gesorgt, dass Rettungsgassen gebildet wurden und bewiesen auch Zivilcourage, indem sie aufeinander geachtet haben“, betonte Roar Abel, der Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes.

Keine Auffälligkeiten bei den Unter-14-Jährigen

Auch aus Sicht der Jugendschutz-Kontrolleure fällt das Fazit nach dem Höhepunkt der „3 tollen Tage“ am Samstag „positiv“ aus. Das sagte Polizeikommissar Martin Klinger am Samstagabend. Der Präventionssachbearbeiter bei der Polizei Wildeshausen hob hervor, dass bei den Jugendschutz-Alkoholkontrollen ab etwa einer Stunde vor Beginn des Umzugs niemand aus der Altersgruppe bis 14 Jahren negativ aufgefallen sei.

Jugendlicher musste auf die Wache

Insgesamt haben die vier Zweierteams aus Kräften der Polizei und des Ordnungs- sowie Jugendamts laut Klinger rund 200 Kontrollen an Brennpunkten wie dem Parkplatz des Famila-Getränkemarkts vorgenommen.

Etwa bei der Hälfte der Kontrollen seien Minderjährigen mitgeführte Alkoholvorräte weggenommen worden beziehungsweise habe der Alcomat bei Tests angeschlagen. Allerdings habe es nur einen Fall gegeben, bei dem ein Jugendlicher so stark betrunken war, dass er mit zur Polizeiwache genommen wurde und die Erziehungsberechtigten verständigt wurden.

Ansonsten seien nur „kleine Verstöße“ gegen die Jugendschutzbestimmungen zu verzeichnen gewesen. In den kommenden Jahren wolle man den Fokus bei den Kontrollen stärker auf die Abendveranstaltungen legen.


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