Faschingspartys nach dem Umzug Ganderkeseer Narren bringen das Zelt zum Beben

Von Dirk Hamm


Ganderkesee. Der Umzug um den Ring war am Samstag wie immer nur Teil 1 der großen Faschingssause in Ganderkesee. Schon am Nachmittag füllten sich die Tanzflächen, gefeiert wurde die ganze Nacht.

Wenn der Lude direkt neben dem Mönch tanzt und der Sträfling angeregt mit dem Polizisten plaudert, dann kann es sich nur um eine der feucht-fröhlichen Faschingspartys nach dem Umzug um den Ring handeln. Kaum waren Festwagen und Fußgruppen in die Zielgerade eingebogen, setzte am Samstagnachmittag der „Run“ auf die angesagten Party-Locations ein. Und hier war besonders viel Steh-, oder besser: Hüftschwungvermögen gefragt, denn die Sause bei Stolle im Oldenburger Hof und im riesigen Festzelt an der Raiffeisenstraße ging bis in den frühen Morgen.

„Geh mal Bier hol’n“ und „Hulapalu“

Nahtlos verlagerte sich die tolle Faschingsstimmung von draußen nach drinnen, folgte auf die Kälte an der Umzugsstrecke die Hitze in der dichten Menschenmenge in den Lokalen und im Zelt. Im Oldenburger Hof füllte sich die Tanzfläche im Handumdrehen. „Geh mal Bier hol’n“ oder „Mich hat ein Engel geküsst“ – nicht zuletzt Stimmungsgranate Mickie Krause sorgte aus den Lautsprechern dafür, dass es im Saal brodelte. Und auch das „Hulapalu“ von Andreas Gabalier regte zum Abtanzen an.

Geduld am Eingang gefragt

Gut hundert Meter entfernt erreichte die Stimmung ebenfalls schnell den Siedepunkt. DJ Ralf Burnett und die Band Line Six heizten im Partyzelt auf dem Festplatz dem feierfreudigen Narrenvolk kräftig ein. Aus Delmenhorst waren Necati und Maria gekommen. Sie mussten eine gehörige Portion Geduld mitbringen: „Wir haben eine Stunde gewartet, bis wir reinkamen.“ Aufgrund der Einlasskontrollen staute sich die Menge zeitweise in langen Schlangen vor dem Eingang.

Die Nacht zum Tage gemacht

Erst mal im Zelt angelangt, bestand für die beiden kein Zweifel daran, dass die ganze Nacht zum Tage gemacht werden soll. Auf die die entsprechende Frage entgegnete der 20-jährige Delmenhorster kurz und bündig: „Muss.“

„Johnny Däpp“ sorgt für ausgelassene Stimmung

Ein anderer Gast wurde immer wieder frenetisch besungen: „Johnny Däpp“ war der heimliche Star des Abends. Wenn der DJ den Kracher von Lorenz Büffel auflegte, hüpfte die Menge begeistert auf und ab und brachte den Holzboden zum Vibrieren.