Jugendschutzkontrollen beim Umzug „Genießt den Tag mit klarem Verstand“

Von Dirk Hamm


Ganderkesee. Polizei, Jugend- und Ordnungsamt haben bei den Jugendschutzkontrollen beim Umzug Hand in Hand gearbeitet. So manches Alkohol-„Arsenal“ musste abgegeben werden.

Dirk Emmerich sieht sich nicht als Spaßverderber, im Gegenteil: „Genießt den Tag, am besten mit klarem Verstand“, gibt der Kreisjugendpfleger einer Gruppe Minderjähriger mit auf den Weg, die auf dem Parkplatz vor dem Famila-Getränkemarkt soeben ihre „Kurzen“ abgeben mussten. Schließlich ist der Konsum von branntweinhaltigen Getränken erst ab 18 Jahren erlaubt, bei Bier und Wein liegt die Altersgrenze bei 16 Jahren.

Brennpunkte an Getränkemarkt, Tankstelle und Bahnhof

Der Platz mitten im Ort ist neben der Shell-Tankstelle oder dem Bahnhofsbereich einer der „Hotspots“ in Sachen Alkoholkonsum an diesem Tag, erklärt Emmerich. Vier Zweierteams in Zivil, jeweils mit einem Polizeibeamten und einem Mitarbeiter des Jugend- oder des Ordnungsamts des Landkreises Oldenburg, sind am Samstag bereits gut eine Stunde vor Beginn des Umzugs ausgeschwärmt.

Auch mit Volljährigen das Gespräch gesucht

Mit geübtem Auge sprechen sie junge Leute an, die augenscheinlich keinen Alkohol mitführen dürfen. Und wenn sich dann doch herausstellt, dass der Ausweis den Angesprochenen als volljährig ausweist, lohne sich der Schnack trotzdem, meint Emmerich: „Erwachsene zu sensibilisieren, ist auch unser Ziel.“ In einigen Fällen ist es mit dem Gespräch an Ort und Stelle aber nicht getan, werden im Nachgang die Eltern ins Amt eingeladen, erklärt der Kreisjugendpfleger.