„Daumen hoch für Ausbildung“ Hudes Bürgermeister lernt Apotheken-Alltag kennen

Von Thomas Deeken

Bürgermeister Holger Lebedinzew (rechts) zeigte (von links) Axel Schwirtz, Corinna Gerken, Uta Flores-Schwirtz sowie Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg, was er als Praktikant in der Flores-Apotheke gelernt hat. Foto: Thomas DeekenBürgermeister Holger Lebedinzew (rechts) zeigte (von links) Axel Schwirtz, Corinna Gerken, Uta Flores-Schwirtz sowie Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg, was er als Praktikant in der Flores-Apotheke gelernt hat. Foto: Thomas Deeken

Hude. Der Beruf sei „total spannend“ und vielseitig, man müsse sehr konzentriert arbeiten und habe viel mit Menschen zu tun – mit Vertrauen und Diskretion. Das hat Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew am Freitagnachmittag betont, nachdem er seinen Praktikumstag in der Flores-Apotheke in Hude hinter sich gebracht hatte.

Diese Aufgabe hatte er im Rahmen der Aktion „Daumen hoch für Ausbildung“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg (WLO) übernommen – als vierter Prominenter nach Landrat Carsten Harings, Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken.

Hinter die Kulissen geschaut

Lebedinzew blickte hinter die Kulissen, scannte und sortierte Medikamente ein und lernte die umfangreichen Tätigkeiten im Apotheker-Alltag kennen. Dabei ging es nicht nur um den Beruf des Apothekers, sondern auch um den des Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA). „Wir suchen da händeringend Auszubildende zum Herbst“, sagte Apotheker Axel Schwirtz, der von einer „familiären und vertrauensvollen Atmosphäre“ in seinem Haus spricht. Voraussetzung für den Beruf sei mindestens die mittlere Reife. Interessierte – derzeit seien es zu 90 Prozent Frauen – müssten zwei Jahre zur Schule in Oldenburg gehen und anschließend noch ein halbes Jahr praktisch in der Apotheke arbeiten. Der Knackpunkt: Die Schulausbildung müsse aus eigener Tasche bezahlt werden.

Infos gibt es in der Apotheke

Wer an dem Beruf des PTA, aber auch an dem des Apothekers Interesse hat, könne gerne in die Apotheke kommen, sagt Schwirtz. Interessierte sollten ruhig Mut haben und möglicherweise auch mal nach einem Praktikumstag fragen. Lebedinzew lobte die Aktion der WLO. Sie sei richtig und wichtig – vor allem vor dem Hintergrund, dass Fachkräftemangel herrsche.

Filme bei Youtube

Um ein größeres Publikum zu erreichen, sind auch Filme darüber entstanden, was Lebedinzew, Harings, Wöbse und Gerken gesehen und erlebt haben. Sie sind unter dem Motto „Daumen hoch für Ausbildung“ bei Youtube zu sehen. „Möglicherweise gehen wir mit den Filmen aber auch noch in die Schulen“, meint WLO-Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff.