Inklusion im Landkreis Oldenburg Fünf Jahre mehr Zeit für Förderschulen Lernen

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gute Nachricht präzise zum gestrigen Elterncafé in der Aula der Schule am Habbrügger Weg, vorbereitet von Petra Holschen, Maurice Graf und anderen: Der Landkreis Oldenburg stellt die Weichen für fünf weitere Jahre Bestandsgarantie im Förderbereich Lernen. Foto: Reiner HaaseGute Nachricht präzise zum gestrigen Elterncafé in der Aula der Schule am Habbrügger Weg, vorbereitet von Petra Holschen, Maurice Graf und anderen: Der Landkreis Oldenburg stellt die Weichen für fünf weitere Jahre Bestandsgarantie im Förderbereich Lernen. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg. Der Landkreis Oldenburg will für den Förderschwerpunkt Lernen fünf Jahre mehr Zeit bis zur Inklusion. Das betrifft Schulen in Ganderkesee, Wardenburg und Wildeshausen.

Kaffee und Kuchen tragen schon seit Jahren bei den Elternnachmittagen in der Schule am Habbrügger Weg für lockere Stimmung bei. Gestern sorgte die Nachricht für besonders gute Laune, der Landkreis Oldenburg habe die Weichen gestellt für fünf weitere Jahre Förderschwerpunkt Lernen. „Wenn es so kommt, wird Druck von allen Beteiligten genommen“, kommentiert Norbert Klüh aus dem Schulleitungsteam die aktuelle Entwicklung.

Einstimmiges Ja im Schulausschuss

Laut Mitteilung aus dem Kreishaus gestern der Landesschulbehörde den Antrag zur Fortführung der Förderschulen Lernen im Sekundarbereich I in Ganderkesee, Wardenburg und Wildeshausen zugeleitet. Grundlage war ein einstimmiger Beschluss des Kreisschulausschusses am Abend zuvor.

Schwenk in der Landespolitik

Der Landkreis Oldenburg hat zügig auf das Angebot der im letzten Jahr gebildeten SPD/CDU-Landesregierung reagiert, die Förderschulen Lernen fünf weitere Jahre zu erhalten. Rot-Grün war zuvor Richtung Inklusion marschiert mit der Folge, dass am Habbrügger Weg für das laufende Schuljahr kein 5. Jahrgang gebildet worden ist. „Wir arbeiten mit den Oberschulen gut zusammen. Mit weniger Zeitdruck können wir gemeinsam in Ruhe schauen, welche Konzepte Richtung Inklusion tragen und was modifiziert werden kann“, sagt Klüh in der Hoffnung darauf, dass die Landesschulbehörde den Verlängerungsantrag des Landkreises tatsächlich genehmigt.

Enger Zeitplan

Das schnelle Handeln im Kreishaus begründet Landrat Carsten Harings damit, dass man Kindern, Eltern und Lehrern schnell Planungssicherheit verschaffen wolle. Kinder des 5. Jahrgangs sollen am Habbrügger Weg, an der Letheschule in Wardenburg und an der Hunteschule in Wildeshausen schon nach den Sommerferien 2018 den Schulalltag bereichern.

Raumnot in Förderschule Hude

Der Kreisschulausschuss hat der Verwaltung ein Mandat für weitere Verhandlungen mit der Gemeinde Hude über die Zukunft der ehemaligen katholischen Grundschule an der Ulmenstraße gegeben. Geplant ist, hier die Grundstufe für die Förderschule Geistige Entwicklung Vielstedter Straße anzusiedeln, die aktuell wegen stark gestiegener Schülerzahl aus den Nähten platzt.


Die Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee wird von 140 Kindern und Jugendlichen besucht. Im Förderschwerpunkt Lernen werden zurzeit die Jahrgänge 6 bis 10 beschult. Zweite Kompetenz der Schule am Habbrügger Weg ist der Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung für die Jahrgänge 1 bis 9. Der Schule am Habbrügger Weg sind für diesen Schwerpunkt die Außenstellen in Hude-Nordenholz, Wardenburg-Oberlethe und Wildeshausen zugeordnet.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN