Interessierte zum Mitmachen gesucht Ganderkesee auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde

Von Thomas Deeken

Für ökologische und soziale Nachhaltigkeit setzen sich Klimaschutzmanager Lars Gremlowski (links) und Christian Siedenstrang von der Wirtschaftsförderung im Rahmen des Projektes Fairtrade-Gemeinde ein. Foto: Hauke Gruhn/Gemeinde GanderkeseeFür ökologische und soziale Nachhaltigkeit setzen sich Klimaschutzmanager Lars Gremlowski (links) und Christian Siedenstrang von der Wirtschaftsförderung im Rahmen des Projektes Fairtrade-Gemeinde ein. Foto: Hauke Gruhn/Gemeinde Ganderkesee

Ganderkesee. Auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde sucht die Ganderkeseer Verwaltung Interessierte aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Schule, Kirche und Verein, die mitwirken möchten. Voraussetzung ist es, mindestens zwei Fairtrade-Produkte anbieten zu wollen.

Die Gemeinde Ganderkesee will sich für gerechtere Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen einsetzen und jetzt den nächsten Schritt auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde gehen. Das kündigen Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und Christian Siedenstrang, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung, an. Ziel sei es, zunächst ein Netzwerk aufzubauen, das aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft besteht und das sich auf kommunaler Ebene für den fairen Handel stark macht.

Interessierte können sich bei Verwaltung melden

In den kommenden Wochen soll sich eine lokale Steuerungsgruppe bilden, die alle Aktivitäten vor Ort koordiniert. Gesucht werden auch Einzelhändler, Gastronomen, Vereine, Schulen und Kirchen, die daran mitwirken wollen, aus Ganderkesee eine Fairtrade-Gemeinde zu machen. Wer interessiert ist, kann sich unter Telefon (04222) 44208 oder per E-Mail an c.siedenstrang@ganderkesee.de melden.

Verschiedene Kriterien

Für die Teilnahme an der internationalen Kampagne Fairtrade-Town von Fairtrade Deutschland müssen nach Angaben Siedenstrangs bestimmte Kriterien eingehalten werden. „Eine Voraussetzung zur erfolgreichen Auszeichnung ist etwa der Ausschank von fair gehandeltem Kaffee und das Angebot eines weiteren Getränks oder Nahrungsmittels im Rathaus“, weiß der Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung. Auch das Angebot in einigen lokalen Cafés, Restaurants und Einzelhandelsgeschäften, zu denen auch Floristen zählten, müsse mindestens zwei Fairtrade-Produkte umfassen.

Zwei Fairtrade-Produkte anbieten

Die Mindestzahl der Geschäfte und gastronomischen Betriebe richtet sich nach der Einwohnerzahl. In der Gemeinde Ganderkesee sei daher die Teilnahme von sieben Geschäften des Einzelhandels und vier Gastronomiebetrieben erforderlich. Aus den Bereichen Schulen, Vereine und Kirchen sollte jeweils mindestens eine Einrichtung mitmachen und ebenfalls zwei Fairtrade-Produkte anbieten – bestenfalls in Verbindung mit Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel.

„Auf Nachhaltigkeit achten“

Den Verbrauchern biete sich durch ihre Entscheidung für qualitativ hochwertige und fair gehandelte Produkte ein wirkungsvolles Instrument zur Armutsbekämpfung, erklärt Siedenstrang. „Gleichzeitig werden umweltschonende Anbaumethoden gefördert, die ein ökologisches Versprechen für die Zukunft darstellen“, ergänzt Klimaschutzmanager Gremlowski. „Manche Lebensmittel lassen sich zum Beispiel aus klimatischen Gründen nur in fernen Ländern produzieren. Dann aber sollten wir als Verbraucher auf die Nachhaltigkeit achten.“