Hospizkreis Ganderkesee-Hude Hospizkreis Ganderkesee-Hude braucht Zuschüsse

Von Reiner Haase

Der Schützenbund Ganderkesee hat in diesem Jahr großzügig für den Hospizkreis gespendet. Archivfoto: Melanie HohmannDer Schützenbund Ganderkesee hat in diesem Jahr großzügig für den Hospizkreis gespendet. Archivfoto: Melanie Hohmann

Hude/Ganderkesee. Der Hospizkreis Ganderkesee-Hude ist auf Spenden und Zuschüsse angewiesen. Ganderkesee tut sich noch schwer, und Hude ist vorsichtig eingestiegen.

Der Huder Sozialausschuss empfiehlt der Gemeinde einstimmig, den Hospizkreis Ganderkesee-Hude in diesem Jahr mit einem Zuschuss in Höhe von 750 Euro zu fördern. Möglicherweise ist das nur ein Einstiegsbetrag: „750 Euro Zuschuss sind ein Tropfen auf den heißen Stein“, betonte Hilko Finke, Ratsherr von Bündnis 90/Die Grünen, nach einem Tätigkeitsbericht der Hospizkreis-Koordinatorin Linda Bahr. „Von uns aus kann’s gerne mehr werden“, ergänzte Finke. Für die SPD schlug Ratsfrau Gabriele Klostermann in die gleiche Kerbe. Sprecher von CDU, FDP und Freien Wählern äußerten sich anerkennend über die nun schon acht Jahre währende Arbeit des Hospizkreises in Hude, äußerten sich aber nicht zur Fördersumme.

Ganderkesee zögert noch

Hude schaut auf die Nachbargemeinde Ganderkesee, wo der Sozialausschuss in der vergangenen Woche hinter verschlossener Tür und laut Ramona Dahms, Fachbereichsleiterin Soziales in Hude, vorläufig ergebnislos über einen Zuschuss für den Hospizkreis beraten hat. „Wir haben auch beim Landkreis einen Antrag eingereicht“, berichtete Bahr.

Ohne Spenden weniger Aktivitäten

„Wir benötigen pro Jahr rund 50.000 Euro Spenden . Wenn wir nicht genug Spenden und Zuschüsse erhalten, müssen wir Angebote wie Öffentlichkeitsarbeit, Kinderarbeit, Gesprächskreise für Trauernde und Trauercafés zusammenstreichen“, stellte Bahr klar. Es sei festgelegt, dass die Krankenkassen als Kostenträger für die ambulante Hospizarbeit 60 Prozent der Kosten übernehmen. Ein stationäres Hospiz werde zu 95 Prozent und eine Palliativstation gar zu 100 Prozent gefördert.

Bürgermeister für Förderfonds

Laut Dahms hat sich die Gemeinde mit dem 750-Euro-Vorschlag an den Beträgen für den Senioren- und den Behindertenbeirat orientiert. Bürgermeister Holger Lebedinzew regte jetzt an, einen Förderfonds einzurichten und die Mittelzuteilung dann neu zu überdenken.