Nach Messerattacke in Ahlhorn Anklage wirft 27-Jährigem Tötungsabsicht vor

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Symbolfoto: dpaSymbolfoto: dpa

Ahlhorn/Oldenburg. Nach einer Bluttat in Ahlhorn im März 2016 hat im Landgericht Oldenburg der Prozess begonnen. Einem 27-Jährigen wird vorgeworfen, bei einem Streit ein Messer in Tötungsabsicht eingesetzt zu haben.

Die 5. Strafkammer des Landgerichts Oldenburg hat am Dienstag begonnen, eine Bluttat in Ahlhorn aufzuarbeiten. Die Anklage bezichtigt einen 27-Jährigen, zwei Kontrahenten eines Streits vor einer Flüchtlingsunterkunft in Ahlhorn mit Messerstichen und Schnitten verletzt zu haben. Die Anklage geht von Tötungsabsicht aus. Ein Stich in den Hals hatte sehr hohen Blutverlust bei einem Beteiligten verursacht.

Schwerverletzt ins Krankenhaus

Die Polizei Ahlhorn fand frühmorgens in der Nacht zum 13. März 2016 zwei Verletzte und Blutspuren sowie blutige Textilien vor und in der Flüchtlingsunterkunft. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Der 27-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft.

Angeklagter will aussagen

Laut Verteidiger hat der Angeklagte ihn kurz vor Prozessbeginn mit der Ankündigung überrascht, er wolle nicht vom Schweigerecht Gebrauch machen, sondern aussagen. Das soll an einem der Folgetermine geschehen.

Vorstrafen im Ausland

Der vorliegende Auszug aus dem Bundeszentralregister über den Angeklagten ist ein weißes Blatt Papier. Richter Sebastian Bührmann, Vorsitzender der Strafkammer, will prüfen lassen, ob das so richtig ist. Im Strafregister der Niederlande sind etliche geahndete Taten des Angeklagten verzeichnet, vor allem Diebstähle, Körperverletzungen und Einbrüche. Wegen schwerer Körperverletzung hat der Angeklagte schon 2010 in Italien in Haft gesessen.Das Verfahren wird fortgesetzt.


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