Neue Anlage bei Netto installiert Beschwerden aus Elmeloh über Ampel mitten auf Radweg

Von Thomas Deeken

Neue Fußgängerampel an der Elmeloher Straße beim Netto-Markt: Viel zu eng – vor allem, wenn sich Radfahrer auf dem kombinierten Rad- und Fußweg begegnen. Foto: Thomas DeekenNeue Fußgängerampel an der Elmeloher Straße beim Netto-Markt: Viel zu eng – vor allem, wenn sich Radfahrer auf dem kombinierten Rad- und Fußweg begegnen. Foto: Thomas Deeken

Elmeloh. Auf einen sicheren Weg über die Elmeloher Straße, um zum Netto-Markt oder zur Bushaltestelle zu kommen, warten die Bürger schon lange. Jetzt wurde eine Ampelanlage installiert. Doch es gibt die ersten Beschwerden: Die Ampel auf der rechten Seite Richtung Kreisel steht mitten auf dem kombinierten Rad- und Fußweg. Dadurch sei es viel zu eng und zu gefährlich für Radfahrer geworden, meinen Anwohner.

Die Fußgängerampel beim Netto-Markt an der Elmeloher Straße in Elmeloh ist noch gar nicht in Betrieb, da gibt es schon Beschwerden von Anwohnern und Radfahrern. Sie ärgern sich darüber, dass die neue Ampel mitten auf dem kombinierten Rad- und Fußgängerweg steht. An dieser Stelle sei es viel zu eng, wenn sich Radfahrer – vor allem im Feierabendverkehr – begegnen oder wenn jemand an der Ampel steht und auf Grün wartet. Darüber hinaus sei es nachts für Radler gefährlich, wenn die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet ist, befürchten Anlieger. Dann könne die Ampel schnell mal übersehen werden.

Planungsbüro soll Lage neu betrachten

Dass es auf der rechten Seite Richtung Kreisel eng ist, gibt auch Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung zu. Der Weg für Fußgänger und Radfahrer sei dort nicht einmal 2,50 Meter breit. Nach der aktuellen Gesetzeslage müsse er aber 3,50 Meter breit sein. Was man dort ändern könnte, soll derzeit von einem Planungsbüro näher untersucht werden. Die Planer hätten den Auftrag, das gesamte Thema Fuß- und Radweg an der Elmeloher Straße bis hin zum Kreisverkehr genauer zu betrachten. Dazu gehöre der Ampelbereich genauso wie ein möglicher neuer kombinierter Rad- und Fußweg auf der Netto-Seite bis hin zum Kreisel, wie ihn die Grünen beantragt haben.

110 Meter langer neuer Gehweg

Der Stand jetzt: Die Gemeinde hat für rund 145.000 Euro auf der Seite beim Nettomarkt einen 110 Meter langen und 2,50 Meter breiten Gehweg samt Ampelanlage anlegen lassen, der von der Straßeneinmündung Bökenbusch bis hin zur Bushaltestelle reicht. So können Busfahrgäste gegenüber früheren Jahren deutlich sicherer zum Haltepunkt kommen. Die Ampel ist laut Meike Saalfeld auf beiden Seiten so wie üblich errichtet worden. Der Standort sei deshalb so gewählt worden, weil ein Sicherheitsabstand zur Straße gewährleistet sein müsse, damit es keine Beschädigung durch den Kraftfahrzeugverkehr gibt. Im Übrigen habe es bisher keine Probleme bei Ampeln in der Gemeinde gegeben.

Querungshilfe oder Zebrastreifen?

Ob an dieser Stelle überhaupt eine Ampel eingerichtet werden musste, ist für Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh, fraglich. Er sei nicht unbedingt der Freund einer Fußgängerampel in diesem Bereich. Seiner Meinung nach hätte es auch eine Querungshilfe oder – wie beispielsweise in Delmenhorst – einen Zebrastreifen geben können. Wie viele Bürger aus der Umgebung ärgere er sich viel mehr darüber, dass es viel zu lange gedauert habe, dass etwas an der Elmeloher Straße passiert. Darüber werde seit vielen Jahren diskutiert. „Spätestens mit der Eröffnung von Netto im Oktober 2016 hätte alles fertig sein können. Das wäre richtig gewesen“, meint Siemer.