Auf der Suche nach Räumen Malteser wollen Dienststelle in Ganderkesee einrichten

Von Thomas Deeken


Ganderkesee. Den Malteser Hilfsdienst zieht es verstärkt nach Ganderkesee: Der Rettungsdienst ist schon da. Mit dem „Mobilen Einkaufswagen“ geht es regelmäßig dienstags Richtung Inkoop. Jetzt wollen die Malteser auch eine Dienststelle im Ort einrichten. Dafür suchen sie seit Oktober vergangenen Jahres nach geeigneten Räumen.

Seit Oktober ist der Malteser Hilfsdienst auf der Suche nach geeigneten Räumen, um auch im Ort Ganderkesee eine Dienststelle einzurichten. Das hat Heike Walter, Dienststellenleiterin in Delmenhorst, am Mittwochabend im Ganderkeseer Finanzausschuss mitgeteilt. Die Dienststelle soll Philipp Seidel übernehmen, der derzeit bei den Maltesern in Vechta unter anderem als Referent für Flüchtlingshilfe tätig ist. Beide Mitarbeiter waren in den Ausschuss eingeladen worden, um vor allem über den „Mobilen Einkaufswagen“ zu sprechen, für den der Hilfsdienst gerne finanzielle Unterstützung in Höhe von jährlich 2000 Euro hätte.

Die Malteser sind derzeit mit dem Einkaufswagen, der regelmäßig dienstags den Verbrauchermarkt Inkoop ansteuert, und dem Rettungsdienst an der Urneburger Straße in der Gemeinde Ganderkesee aktiv. Sie wollen allerdings ihr Angebot schnellstmöglich ausweiten. „Sobald wir Räume gefunden haben, können wir loslegen“, sagt Heike Walter. Benötigt würden unter anderem eine Halle für anfangs zwei bis drei Fahrzeuge für die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG)/Katastrophenschutz, ein Bürogebäude und ein Raum in der Größe von mindestens 50 Quadratmetern für Schulungen, Erste-Hilfe-Kurse sowie Angebote für Senioren und Jugendliche. Damit betrete der Malteser Hilfsdienst kein Neuland. Denn viele Ganderkeseer nähmen derzeit bereits in Delmenhorst Kurse und Angebote wahr. Künftig möchten die Malteser jedoch noch näher bei der Bevölkerung sein und für sie die Wege verkürzen.

Keine Räume beim Rettungsdienst

Eine Anbindung an den Rettungsdienst sei nicht möglich, weil es dort an Räumen und Unterbringungsmöglichkeiten für die Fahrzeuge fehle. Darüber hinaus würden besonders wegen der Angebote für Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, Räume im Erdgeschoss gesucht. Wer Räume anbieten kann, wird gebeten, sich unter Telefon (04221) 17006 zu melden.

Regelmäßig dienstags zu Inkoop

Den „Mobilen Einkaufswagen“ gibt es laut Heike Walter seit zwei Jahren und vier Monaten. Sechs Fahrzeuge seien dienstags in Delmenhorst und in Ganderkesee unterwegs – im Schnitt jeweils drei pro Stadt beziehungsweise Ort. „Wir fahren die Senioren dann zu Inkoop zum Einkaufen und Bummeln sowie zum Kaffeetrinken“, informiert die Dienststellenleiterin. Jede Woche gebe es durchschnittlich insgesamt 25 Fahrgäste, die morgens ab 8 Uhr abgeholt würden und bis 12 Uhr wieder zu Hause seien. Dabei gehe es nicht nur um das reine Einkaufen, sondern auch um das Einkaufserlebnis, etwas anderes zu sehen – und vor allem um soziale Kontakte. Es habe sogar Menschen gegeben, die in der Nachbarschaft wohnten und sich erst durch den „Mobilen Einkaufswagen“ kennengelernt hätten, weiß Heike Walter. Die Anmeldung für die Touren laufe über Inkoop.

Hoffnung auf Zuschuss für Einkaufswagen

In Ganderkesee gehe es derzeit zwar nur zu Sponsor Inkoop in Ganderkesee. Möglich sei aber auch, zu anderen Märkten und eventuell auch in einen anderen Ort zu fahren. Darüber sei aber noch nicht gesprochen worden, so die Dienststellenleiterin auf Nachfrage im Ausschuss, der in einer der nächsten Sitzungen über den Gemeindezuschuss entscheiden soll. Die Unterstützung sei deshalb notwendig, weil die Fahrzeuge finanziert werden müssten und weil das Personal geschult werden müsse – unter anderem im Fahrdienst, im Umgang mit Rollstuhlfahren und in Erster Hilfe.