Aktion „Glasfrei um den Ring“ Appell an Besucher: Bei Faschingsumzug auf Glas verzichten

Von Thomas Deeken

Sie hoffen auf möglichst wenig Glas beim Faschingsumzug in Ganderkesee: (von links) Bernd Oetken und Sven Ohlsen (Inkoop), Timo Vetter und Jan Marc Kahle (GGV) sowie Bürgermeisterin Alice Gerken. Foto: Thomas DeekenSie hoffen auf möglichst wenig Glas beim Faschingsumzug in Ganderkesee: (von links) Bernd Oetken und Sven Ohlsen (Inkoop), Timo Vetter und Jan Marc Kahle (GGV) sowie Bürgermeisterin Alice Gerken. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Auch in diesem Jahr wird es beim Faschingsumzug wieder die Aktion „Glasfrei um den Ring“ geben. Darauf haben am Mittwoch Jan Marc Kahle und Timo Vetter von der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) hingewiesen. Sie hoffen, dass Besucher auf möglichst viele Flaschen aus Glas verzichten. Weil es jedoch nie ganz glasfrei gehen kann, werden GGV und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Ganderkesee wieder jede Menge grüner Tonnen aufstellen, in die die Flaschen geworfen werden sollen.

„Wir appellieren an die Vernunft und hoffen auf die Unterstützung durch die Umzugsbesucher: Wenn sie schon Glas mit dabei haben, dann bitte in die Tonne“, sagt Kahle, der nicht nur zum GGV-Festausschuss gehört, sondern auch beim DRK aktiv ist. Seine Erfahrung, seitdem die Aktion vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde: Es sei insgesamt ein Rückgang an Glas festzustellen. Es gebe weniger Schäden an den Fahrzeugen – zum Beispiel bei den Rettungswagen – und weniger Verletzte durch Glasflaschen und Scherben.

An manchen Stellen auch zwei Tonnen

Waren es im vergangenen Jahr noch 75 Tonnen, die an der gesamten Umzugsstrecke standen, so will der Kommunalservice Nordwest diesmal 100 Tonnen aufstellen, an manchen Stellen wie beispielsweise beim Gasthof Stolle sogar zwei. Jeder Umzugsbesucher soll von seinem Platz aus mindestens eine Tonne sehen können, sagt Kahle. Er hofft darüber hinaus, dass es nicht wie im vergangenen Jahr beim Umzug regnet, sodass dieses Mal auch die Tonnen geöffnet bleiben können, ohne dass sie vollregnen. Durch geöffnete Tonnen würden Besucher eher dazu animiert, Glas hineinzuwerfen.

Kaufleute machen aktiv mit

Mit im Boot sitzen auch wieder örtliche Kaufleute. Die Verbrauchermärkte Famila und Inkoop sowie der Hol-ab-Getränkemarkt und die Shell-Tankstelle wollen sich aktiv beteiligen und bei Getränken Alternativen zur Glasflasche anbieten – beispielsweise aus Kunststoff. Das sei weniger gefährlich. Wer dagegen auf kleine Klopfer-Flaschen aus Glas tritt, könne sich arg verletzen, weiß Kahle. Sehr problematisch könne es auch werden, wenn Kinder Bonbons aufheben wollen und dabei in kaputtes Glas greifen.

Unterstützung durch die Gemeinde

Bürgermeisterin Alice Gerken lobt die Aktion von GGV und DRK. Sie spricht von einem großen Schritt, um Gefahren zu reduzieren. Für die Bürgermeisterin ist es selbstverständlich, diese Aktion unter anderem durch den Kommunalservice zu unterstützen. Schließlich sei Fasching ein Aushängeschild und ein Werbeträger für die Gemeinde Ganderkesee.

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