Klimaschutz im Landkreis Oldenburg Landwirte drücken Treibhausgasausstoß nach unten

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Klimaschutzberater Ansgar Lasar (links) hat den Hof von Dirk und Karin Lüschen-Strudthoff in Munderloh besucht. Ein Thema: Richtiges Füttern im Kuhstall. Das Kreislandvolk mit Geschäftsführer Bernhard Wolff (rechts) ist mit Wissen und Kontakten beteiligt. Foto: Reiner HaaseKlimaschutzberater Ansgar Lasar (links) hat den Hof von Dirk und Karin Lüschen-Strudthoff in Munderloh besucht. Ein Thema: Richtiges Füttern im Kuhstall. Das Kreislandvolk mit Geschäftsführer Bernhard Wolff (rechts) ist mit Wissen und Kontakten beteiligt. Foto: Reiner Haase

Landkreis Oldenburg/ Berlin. 1500 Tonnen CO2 weniger sind möglich, wenn Landwirte den Tipps des Klimaschutzberaters folgen. Das Projekt des Landkreises Oldenburg ist preisgekrönt.

Der Landkreis Oldenburg gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2017“. Ausgezeichnet wurde das Kooperationsprojekt „Klimaallianz in der Landwirtschaft“. Als einer von drei Gewinnern unter 45 Bewerbern erhält der Landkreis 25.000 Euro.

Individuelle Beratungen

„Wir werden das Preisgeld hauptsächlich für die Fortsetzung und den weiteren Ausbau des Projekts nutzen. Möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe im Kreisgebiet sollen eine individuelle Klimaschutzberatung erhalten“, kündigt Landrat Carsten Harings an. Der Klimaschutzbeirat des Landkreises habe die Fortsetzung der gemeinsamen Aktivitäten bereits beschlossen.

Klimaschutz spart Bares

Der Landkreis arbeitet im Projekt mit der Landwirtschaftskammer und dem Kreislandvolk zusammen. Seit dem Start im Jahr 2016 hat es sechs Informationsveranstaltungen mit 150 Teilnehmern gegeben, und 19 Betriebe wurden für eine Beratung vor Ort gewonnen. Wenn sich die Betriebe konsequent an die Ratschläge halten, können knapp 1500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Durch den aktiven Klimaschutz kann außerdem bare Münze gespart werden. Die Hebel können laut Ansgar Lasar, dem Klimaschutzberater der Landwirtschaftskammer, insbesondere in den Betriebszweigen Tierhaltung, Pflanzenbau und Biogasgewinnung umgelegt werden. Durch die schnelle Einarbeitung von Gülle in den Boden zum Beispiel, durch Fütterung mit zertifiziertem Soja oder durch die Anschaffung effizienterer Geräte können die Emissionen in erheblichem Maße reduziert werden.

Gemeinschaftsprojekt

Die Kosten für die Veranstaltungen und Vor-Ort-Termine in Höhe von rund 8700 Euro pro Jahr übernimmt der Landkreis. Die für die Vorträge und Beratungen zuständige Landwirtschaftskammer agiert im Auftrag des Landkreises. Das Kreislandvolk, regional ansässige Organisationen und die Molkerei unterstützen das Projekt vor allem mit Kontakten und Wissen.


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