Rundreise mit Bürgermeisterin und Politikern Bookholzberger Tennisverein gegen Fusion mit GTV

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Bürgermeisterin Alice Gerken und Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport haben sich am Mittwochnachmittag bei Manfred Künzel (rechts), 1. Vorsitzender des Tennisvereins Bookholzberg, und bei Sportwart Ernst Hollstein über den Tennissport in Bookholzberg informiert. Foto: Thomas DeekenBürgermeisterin Alice Gerken und Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport haben sich am Mittwochnachmittag bei Manfred Künzel (rechts), 1. Vorsitzender des Tennisvereins Bookholzberg, und bei Sportwart Ernst Hollstein über den Tennissport in Bookholzberg informiert. Foto: Thomas Deeken

Bookholzberg. Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken und Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport haben sich am Mittwochnachmittag ein Bild von den Tennisanlagen in der Gemeinde gemacht. Sie wollten sich einen Überblick verschaffen, um in die politische Diskussion über den Ganderkeseer Tennisverein zu gehen, der nach derzeitigem Stand ab Anfang Januar 2019 heimatlos ist.

Eine Tennishalle und weitere Außenplätze auf dem gemeindeeigenen Sportgelände am Ammerweg in Bookholzberg seien durchaus möglich. Alles sei vorstellbar. Aber es sei überhaupt noch nichts entschieden. Das hat Bürgermeisterin Alice Gerken am Mittwochnachmittag beim Besuch der Anlage des Tennisvereins Bookholzberg (TVB) gesagt. Gemeinsam mit Mitgliedern des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport war sie unterwegs, um sich vor Ort einen Überblick über die drei Tennisanlagen in der Gemeinde zu verschaffen und „um besser miteinander über Tennis ins Gespräch zu kommen“. Diesen Vorschlag hatte sie Mitte November vergangenen Jahres im Ausschuss gemacht, als es um den Ganderkeseer Tennisverein (GTV) ging. Der wird sein Domizil am Schlutterweg Ende dieses Jahres verlieren und ist jetzt auf der Suche nach einem neuen Zuhause.

TC Rethorn soll aufgelöst werden

Der Delegation bot sich am Nachmittag ein ganz unterschiedliches Bild bei den Tennisvereinen der Gemeinde: Steht der rund 200 Mitglieder starke GTV möglicherweise vor dem Aus, weil er eventuell keine Spielmöglichkeiten ab Anfang 2019 mehr hat, so wird der TC Rethorn mit lediglich vier Aktiven vermutlich bald aufgelöst. „Der Verein will noch auf die Gemeinde zukommen“, informierte Gerken.

Gute Stimmung beim TVB

Dagegen scheint die Stimmung beim TVB gut zu sein. Zwar habe es vor zehn Jahren auch schon mal 150 Mitglieder gegeben und jetzt nur noch 66, wie der 1. Vorsitzende Manfred Künzel und Sportwart Ernst Hollstein berichteten. Aber es gebe eine intakte Gemeinschaft. Und alles auf der Anlage sei in Eigenarbeit entstanden. „Wir stehen gut da“, sagte Künzel. Allerdings würde er sich noch über weitere neue Mitglieder freuen. Dagegen gab es eine deutliche Absage an einen Zusammenschluss mit dem GTV und erst recht an einen Ortswechsel. Kommentar von Künzel: „Wir verlassen den Standort nicht. Das ist unvorstellbar. Dann würden mich unsere Vereinsmitglieder wieder zurück in meine alte Heimat Berlin schicken.“

Ausschussthema am 7. Februar

Konkrete Vorschläge, wie es mit dem GTV weitergehen soll, gab es nach der Tour noch nicht. Das sei auch überhaupt nicht erwartet worden – zumal es noch keine neuen Gespräche seit der Ausschusssitzung gegeben habe, so die Bürgermeisterin. Sie bekräftigte aber noch einmal, dass der Tennissport in Ganderkesee ein Standortfaktor sei. Allerdings wies sie auch darauf hin, dass der Rat über ein großes finanzielles Projekt entscheiden müsse. Beginn der politischen Auseinandersetzung soll im Ausschuss am 7. Februar sein.

GTV-Mitglieder hoffen auf Gemeinde

Die Mitglieder des GTV hoffen auf Unterstützung durch die Gemeinde. Sie wünschen sich, wie sie es in einem Antrag formulierten, einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro für den Neubau eines Klubheims mit Sanitäranlagen und Sozialräumen sowie ein voll erschlossenes Grundstück zur Errichtung der Tennisanlage, das von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden soll.


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