Rotary-Club Ganderkesee Rotarier in Ganderkesee setzen auf Frauen-Power

Turnusmäßiger Wechsel an der Spitze des Rotary-Clubs Ganderkesee: Matthias Stöver (links) wird zurzeit eingearbeitet, um im Sommer Wilfried Wilkens’ Aufgaben zu übernehmen. Foto: Reiner HaaseTurnusmäßiger Wechsel an der Spitze des Rotary-Clubs Ganderkesee: Matthias Stöver (links) wird zurzeit eingearbeitet, um im Sommer Wilfried Wilkens’ Aufgaben zu übernehmen. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee. Im Rotary-Club Ganderkesee fördern 28 Männer und vier Frauen vor Ort und international Projekte. 2020 wird erstmals eine Frau zur Präsidentin gemacht.

Der Rotary-Club Ganderkesee will die Reste des Vorurteils abschütteln, er sei ein reiner Männerverein, der sich jeweils dienstags im Oldenburger Hof trifft. „Es steht schon fest, dass eine Frau mein Amt übernehmen wird“, berichtet Matthias Stöver. Der 53-jährige Sandkruger, der beruflich als Geschäftsführer des Ochtum-Verbands viel in Ganderkesee unterwegs ist, bereitet sich zurzeit darauf vor, im Juni Nachfolger des aktuellen Club-Präsidenten Wilfried Wilkens zu werden. Bei den Rotariern dreht sich das Rad schnell: In jedem der 32.000 Clubs weltweit gibt es den Wechsel im Spitzenamt jeweils jährlich am Ende des ersten Halbjahres.

Frauen willkommen

Für die vier Frauen im Ganderkeseer Club brechen der Präsident und sein Nachfolger eine Lanze. „Sie haben unser Clubleben bereichert“, betont Wilkens. „Wir freuen uns über jeden, der an unseren Themen interessiert ist und zu unseren Treffen kommt. Frauen nehmen wir gerne auf“, ergänzt er.

Kampf gegen Kinderlähmung

Weltweit mobilisiere Rotary die Mitglieder für den Frieden, für nachhaltige Wasser- und Sanitärlösungen, für die Unterstützung von Müttern und Kindern, für Bildungsprojekte und für örtliche Wirtschaftsentwicklung, berichtet Wilkens. „Mir liegt die Arbeit im Gesundheitsbereich besonders am Herzen. Rotary International hat bislang 1,7 Milliarden Dollar investiert, um die Kinderlähmung auszurotten. Abgesehen von einigen wenigen Ländern in Afrika ist das gelungen. Wo es nicht klappt, scheitert es am Religiösen“, stellt Wilkens fest.

Projektarbeit vor Ort

Vor Ort ist der große Bücherbasar in der Mensa am Steinacker „Schüler helfen Schülern“ ein Erfolgsprojekt. „Wir haben im letzten Jahr 3500 Bücher verkauft. Das waren mehr als je zuvor“, erinnert Wilkens, „und die Schulen freuen sich, dass wir ihre Nachhilfeaktion ,Schüler helfen Schülern‘ aus den Einnahmen unterstützen.“ Speziell konzipierte Bücher zur Förderung der Lesekompetenz werden im Februar an Grundschüler verschenkt. Kurz vor Weihnachten hat der Rotary-Club Ganderkesee einigen von der Gemeinde benannten Familien den Einkauf von Geschenken ermöglicht. „Der Getränkeausschank bei kulturellen Veranstaltungen wie dem Sommerfest der Volkshochschule sind Routine geworden“, blickt Wilkens zurück. Bei „Charity-Dinners“ hätten die Gäste köstliche Menüs mit großzügigen Spenden belohnt. Aktivitäten im Umweltschutz werden fortgesetzt. Unter anderem ist eine Baumpflanzaktion beim Vereinsheim des TSV Ganderkesee geplant.

Neues internationales Projekt

„Das Dorf Bitoka in Togo steht jetzt auf eigenen Beinen“, berichtet Wilkens über das langjährige Entwicklungshilfeprojekt der Ganderkeseer Rotarier. „Wir planen ein neues internationales Projekt. Näheres wird Matthias Stöver berichten, wenn er Präsident ist“, kündigt Wilkens an.


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