OHV Stenum-Schierbrok lädt zu Jubiläumsvortrag Hundertmal Stenumer Heimatkunde „op Platt“

Von Thorsten Konkel

Die Plattsnacker des Orts- und Heimatvereins: (v.l.) Manfred Asendorf, Helmut Weete, Reiner Großkopf, Erika Roselius und Waltraud Holldorf laden heute in die „Köhlerdiele“ ein.Archivfoto: Antje CznottkaDie Plattsnacker des Orts- und Heimatvereins: (v.l.) Manfred Asendorf, Helmut Weete, Reiner Großkopf, Erika Roselius und Waltraud Holldorf laden heute in die „Köhlerdiele“ ein.Archivfoto: Antje Cznottka

Stenum. Die Plattsnacker des Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum laden am Mittwoch, 10. Januar, zu ihrer 100. Veranstaltung ins Hotel Backenköhler in Stenum ein.

Der Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum führt zwei Begriffe in seinem Namen. Den „Ortsverein“, der sich um die „harten Fakten“ kümmert, und „Heimatverein“, der Landschaft und Brauchtum pflegt. Zu dieser Heimatverbundenheit gehört auch die Erhaltung des Plattdeutschen mit allen seinen Facetten. Heute, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr, laden die Plattsnacker des Vereins zu ihrer 100. Veranstaltung ins Hotel Backenköhler in Stenum ein.

Lesungen und Vorträge seit 2001

„2001 haben wir begonnen, unsere alte Sprechweise neu zu beleben“, blickt Manfred Asendorf, Gründungsmitglied der Plattsnacker, zurück. Der Start gelang am 26. September 2001 in „Lüschen`s Bauerndiele“. Aus dem Stand fanden die Freunde des Brauchtums überraschend viel Resonanz.

Schon über 7000 Zuhörer erreicht

Aus 25 Zuhörern wurden nach kurzer Zeit schon 60 bis fast 100 Zuhörer pro Nachmittag. „Das hat uns selber überrascht. Insgesamt haben wir bis jetzt 7100 Zuhörer begrüßen dürfen“, belegt Asendorf anhand seiner Aufzeichnungen. Die Gründer – Helmut Weete, Manfred Asendorf, Erika Roselius, Reiner Großkopf und Waltraud Holldorf – sind bis heute dabei geblieben und bringen immer neue Vorträge. Dem Anlass entsprechend werden Vorträge aus alten Büchern und Unterlagen zusammengestellt und neuere Literatur auch übersetzt.

Alten Sagen treffen auf moderne Literatur

Alten Sagen und Geschichten aus dem Oldenburger, Delmenhorster und Bremer Raum sowie aus dem Friesischen hören die Gäste ebenso gespannt zu, wie Geschichten über Klöster, Kirchen oder über Zeitgenossen wie den Maler Fischbeck.

In der „Köhlerdiele“ kann heute Nachmittag darüber hinaus auch mit Überraschungen gerechnet werden: Bürgermeisterin Alice Gerken und die Plattdeutschbeauftragten der Gemeinde, Dirk Wieting, und des Landkreises, Angela Hillen, haben ihr Erscheinen bereits zugesagt. zugesagt.