Vom Hobby-Blog zum Beruf Ganderkeseerin als Make-up-Artist erfolgreich

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Melanie Andreas in ihrem Arbeitszimmer vor dem Schminkspiegel. Foto: Mareike BaderMelanie Andreas in ihrem Arbeitszimmer vor dem Schminkspiegel. Foto: Mareike Bader

Ganderkesee. Zwei Blogs sowie mehrere Profile bei Instagram und Facebook betreibt Melanie Andreas. Als „Influencerin“ ist der Make-up-Artist bei Firmen sehr gefragt.

„Ich dachte echt, ich würde mich mit Make-up auskennen“, sagt Melanie Andreas über den Anfang ihres Beauty-Blogs „Beautype“. Inzwischen hat sie viel dazu gelernt, ist als erfolgreiche Beauty-Bloggerin und „Influencerin“ in den sozialen Medien aktiv und hat im Herbst mit der „Go! Make-up Academy“ in Oldenburg ihre eigene Schule gegründet.

In ihrem Arbeitszimmer in ihrem Haus in Ganderkesee hat sie schubladenweise Lidschatten, Lippenstifte und Foundations, unter den großen Schminkspiegeln sind viele kleine Nagellack-Flaschen versammelt.

Firmen schicken ihr Produkte zum Testen zu

Für ihren Blog bekommt sie oft Produkte von den Firmen zum Testen geschickt. Das ist für sie ein Vorteil, weil sie so schneller neue Produkte ausprobieren kann. „Man muss sich immer fortbilden“, sagt sie über ihre Branche, in der sich die Trends schnell ändern.

Größter Blog in ihrer Sparte

Angefangen hat alles 2012. Als Mutter und Hausfrau sei ihr die Decke auf den Kopf gefallen. Aus dem Hobby ist inzwischen ihr Beruf geworden. „Mein Blog ist einer der größten in meiner Sparte“, sagt sie stolz. Bis zu 30.000 Leser im Monat sehen sich ihre Beiträge zu neuen Schminkprodukten an.

Insgesamt betreibt sie zwei Blogs sowie zwei Profile auf Instagram und drei bei Facebook. Allein um die Fotos für einen Beitrag anzufertigen, braucht die selbst ernannte Perfektionistin zwei bis drei Stunden. Die postet sie dann auch bei Facebook oder Instagram.

„Blogs sind für Firmen günstige Werbung“

Sie zählt inzwischen auch zu den sogenannten „Influencern“, die die Leser – die „Follower“ –, die ihr Tun verfolgen, zum Kauf beeinflussen können. „Blogs sind für Firmen günstige Werbung“, weiß Andreas. Ihr ist es wichtig, dass sie hinter jedem vorgestellten Produkt steht, auch wenn sie gerne in Superlativen schreibe: „Das gehört einfach zu mir.“

Ein Jahr nach dem Start ihres Blogs begann sie eine Ausbildung zum Make-up-Artist in Hamburg. Über eine Dozentenstelle in Bremen entfachte eine weitere Leidenschaft in ihr wieder: „Ich hab mal Lehramt studiert, da kommen zwei Dinge zusammen.“

Ausbilderin für Make-Up-Artists und Hairstylisten

So bildet sie inzwischen selbst Make-Up-Artists und Hairstylisten aus. Anders als bei Visagisten, gehe es hier auch um kreatives, kunstvolles Schminken, etwa für Modeschauen oder beim Fernsehen. Hairstylisten kümmern sich nur um eine schöne Frisur, die vergänglich ist, schneiden aber nicht wie Friseure auch die Haare, erklärt Andreas.

Es gefalle ihr besonders, anderen etwas beizubringen und dabei auch ihre Leidenschaft weitergeben zu können. Dabei verfolge sie mit Stolz die Entwicklung ihrer Schüler während des dreimonatigen Kurses der privaten Ausbildung.

Schwierigkeit Familie, Schule und Blog unter einen Hut zu bekommen

Durch ihren Beruf als Make-Up-Artist und hat Melanie Andreas schubladenweise Make Up. Foto: Mareike Bader

Im Januar startet der nächste Kurs, es gibt also viel zu tun. Die eigene Familie, die Schule und den Blog unter einen Hut zu kriegen, sei nicht einfach, gibt die 36-Jährige zu. Besonders die Schule nehme viel Zeit ein, daher bloggt sie inzwischen weniger. Statt bis zu drei Einträgen komme sie inzwischen höchstens auf einen in der Woche. Denn ihre „Follower“ wollen ja neben Neuigkeiten auch noch Antworten auf die vielen Kommentare sehen.


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