Aktion 2016 von Polizei beendet Delmenhorster Postenhandel plant weiteres „Vorschießen“

Von Kai Hasse

Bei einem ersten Vorschießen in Delmenhorst waren etwa 250 Gäste dabei. Foto: Kai HasseBei einem ersten Vorschießen in Delmenhorst waren etwa 250 Gäste dabei. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst/Groß Ippener. Auch ein zweiter Delmenhorster Veranstalter will jetzt ein Vorschießen veranstalten. Christoph Pawlowski vom Postenhandel Nord will am 21. Dezember seine Ware auf einem Hof bei Groß Ippener präsentieren.

Noch im Dezember 2016 hatte Pawlowski ein Vorschießen am alten Firmensitz am Hamburger Weg in Delmenhorst veranstaltet. Das wurde von der Polizei beendet. Nun verlegt Pawlowski die Präsentation auf den Hof „Hackfeld‘s Dorfkrug“ in Klein Ippener. Dies sei ein Kompromiss zwischen Erreichbarkeit und Schonung von Anwohnern.

Verbot der Stadt akzeptiert

Zunächst hatte Pawlowski ein Vorschießen am 2. Dezember am Jute-Center ins Auge gefasst. Dies hatte ihm die Stadt allerdings verboten, mit Verweis auf Lärm-, Gift- und Geruchsbelästigung. „Das habe ich akzeptiert“, sagt Pawlowski, „und mir eine bessere Alternative gesucht.“ Der Dorfkrug sei für diejenigen, die das Vorschießen verfolgen wollen, nicht allzu weit außerhalb, und die Anwohner würde es nach seinen Erkundungen nicht stören. Die nächsten Anwohner habe er gefragt, sie meinten, sie würden eher kommen, um die Feuerwerkskörper zu sehen, anstatt sich zu beschweren.

Kontroversen in Delmenhorst

Bei der Gemeinde Harpstedt sei das Vorschießen angemeldet, sagte Pawlowski. Es finde am 21. Dezember um 19 Uhr statt. Der Gastwirt des Dorfkruges würde sich um das Catering kümmern. Es werde eine Hüpfburg innerhalb eines Gebäudes geben. Bereits in den vergangenen Wochen hatte das Anschießen für Kontroversen gesorgt. Viele Kritiker warfen den Feuerwerkern Delmenhorsts vor, dass ihre Vorführungen Anwohner und in der Umgebung lebende Tiere störe. Beim Anschießen von Pawlowskis Wettbewerber Thorsten Runge – der sich das Recht vor Gericht erstritten hatte – am Delmenhorster Stadtrand hatte es am ersten Advent einen verfrühten Schluss gegeben, weil in der Nähe lebende Pferde scheu geworden waren.