Landesmittel Vier Millionen Euro für eine bessere Integrationsarbeit in Delmenhorst

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Vier Millionen Euro für Delmenhorst hat das Land im Integrationsfonds aufgelegt. Der Löwenanteil davon soll in eine neue Stadtteilarbeit in Deichhorst und Hasport fließen. Archivbild: Marco JuliusVier Millionen Euro für Delmenhorst hat das Land im Integrationsfonds aufgelegt. Der Löwenanteil davon soll in eine neue Stadtteilarbeit in Deichhorst und Hasport fließen. Archivbild: Marco Julius

Delmenhorst. Kita, Integrationszentrum, Stadionumbau: Vier Millionen Euro hat Delmenhorst vom Land zugeschlagen bekommen, weil die Stadt von der Flüchtlingszuwanderung besonders betroffen ist. Im Sozialausschuss am Dienstag wurde nun skizziert, wie diese Mittel ausgegeben werden sollen.

Weil Delmenhorst als niedersächsische Kommune besonders durch den Zuzug anerkannter Flüchtlinge gefordert ist, hat das Land vor kurzem einen Integrationsfonds über rund vier Millionen Euro aufgelegt. Mit den Mitteln soll unter anderem die Integrationsarbeit erleichtert werden. Der Sozialausschuss wurde nun am Dienstag erstmals informiert, wofür dieser Betrag ausgegeben werden soll.

Zwei Tranchen von je rund zwei Millionen Euro

So soll die erste Tranche von rund zwei Millionen Euro schon 2017 überwiesen werden, um damit den Bau der Kita-Moorkamp zu finanzieren. Im Bereich Brendel/Düsterort soll laut Verwaltung eine Einrichtung entstehen, die 105 Kinder zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen aufnimmt. Ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit der Kita in Trägerschaft der hiesigen Lebenshilfe soll die Betreuung von Kindern mit Fluchterfahrungen sowie die Sprachförderung darstellen. Der Ausschuss stimmte einstimmig für das Vorhaben. Das letzte Wort hat nun der Rat.

Die zweite Tranche für das Jahr 2018 ist in fünf Vorhaben untergliedert:

  • So sollen laut Fachbereichsleiter für Soziales, Rudolf Mattern, Kabinentrakte des Düsternorter Stadions erweitert werden - Kostenpunkt: 400.000 Euro.
  • Zudem ist geplant, die alte Fröbelschule in Düsternort zu einem inklusiven Integrationszentrum umzubauen. Eine breite Palette von Sprach- bis Kochkursen soll dort von der Awo angeboten werden, das Angebot soll sich an alle Bewohner Delmenhorsts richten - Kostenpunkt: 475.000 Euro.
  • Weiter soll die ambulante Betreuung in der Sekundär-Migration ausgeweitet werden. „Kontakte und für Zugewanderte fehlen nach ihrem Umzug derzeit völlig“, sagte Mattern. „Dass sich die Stadt hier stärker engagiert, ist uns eine Herzensangelegenheit.“ - Kostenpunkt: 294.000 Euro.
  • Über das Programm „Berufseinstieg kompakt“ will die Stadt Zugewanderten erleichtern, im Arbeitsleben Fuß zu fassen. - Kostenpunkt: 225.000 Euro
  • Zudem soll die Gemeinwesenarbeit in der Stadt ausgebaut werden. Konkret sollen die Stadtteile Deichhorst und Hasport profitieren. In Deichhorst soll ein neues Nachbarschaftsbüro nach den Vorbildern in Düsternort und Wollepark nahe der BBS II entstehen. Träger soll die Awo sein. In Hasport soll die Arbeit der Gemeinschaft Hasport mit einer Sozialarbeiterstelle ausgebaut werden, schilderte Franz-Josef Franke von der Diakonie, die dort die Trägerschaft übernimmt - Kostenpunkt: 679.000 Euro.

Eigenanteil der Stadt beträgt 200.000 Euro

Die geschilderten Vorhaben werden zu 90 Prozent gefördert, der Eigenanteil der Stadt beträgt rund 200.000 Euro. Bereits im Mai sollte eine neue Gemeinwesenarbeit über einen anderen Fördertopf auf den Weg gebracht werden. Der Antrag scheiterte beim Land laut Mattern zunächst aus formalen Gründen, wurde aber nun neu formuliert. Der Rat soll nun über die Vorhaben entscheiden, die Projekte sollen im Januar anlaufen.


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