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Bei Ausgang in Delmenhorst Häftling missbraucht JVA-Mitarbeiterin aus Lingen und tötet sich

Von Thomas Breuer und Wilfried Roggendorf

Spurensicherung am Tatort: Direkt nach dem unfassbaren Vorfall haben die Ermittler ihre Arbeit aufgenommen. Foto: NonstopnewsSpurensicherung am Tatort: Direkt nach dem unfassbaren Vorfall haben die Ermittler ihre Arbeit aufgenommen. Foto: Nonstopnews

tbre/wrog Delmenhorst. Ein Häftling der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lingen hat am Montagabend während eines Freigangs in sein familiäres Umfeld in Delmenhorst eine Justizmitarbeiterin in seine Gewalt gebracht und missbraucht. Nach der Tat tötete er sich selbst. Das teilten das Niedersächsische Justizministerium und die Polizei mit.

Der 27-Jährige hatte in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lingen eine in Spanien gegen ihn verhängte Freiheitsstrafe von sechs Jahren verbüßt. Der Vorfall ereignete sich im Haus der Familie in Delmenhorst.Nach der Tat waren zahlreiche Einsatz

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Zu begleiteten Ausgängen macht das Ministerium in seiner Mitteilung folgende Ausführungen:

„Begleitete Ausgänge stellen für Strafgefangene in der Regel die erste spürbar ,gelockerte‘ Vollzugsöffnung dar und sind unter Berücksichtigung des Einzelfalles Bestandteil der Behandlung der Gefangenen. Lockerungen des Vollzuges dürfen nur angeordnet werden, wenn nicht zu befürchten ist, dass die oder der Gefangene sich dem Vollzug der Freiheitsstrafe entzieht oder die Lockerungen zu Straftaten missbrauchen wird. Im Gegensatz zu Ausführungen, bei der die Begleitung durch Vollzugsbedienstete zur Vermeidung von Flucht und Missbrauch erfolgt, dient sie bei Ausgängen zuvorderst der Unterstützung der Gefangenen. Zudem können die Beobachtungen der Begleitpersonen für die künftige Gestaltung von Vollzugslockerungen und für die weitere Vollzugs- und Behandlungsgestaltung von Bedeutung sein. Der Gewährung von Lockerungen des Vollzuges geht ein umfangreiches Prüfungsverfahren voraus. Unter anderem bei Gefangenen, die – wie in diesem Fall – wegen Gewalt- oder Sexualdelikten verurteilt worden sind, umfasst dieses Prüfungsverfahren zudem eine psychologische und/oder psychiatrische Begutachtung.“

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