Ein Abend ist für Divarena unrentabel Delmenhorster Oktoberfest steht vor dem Aus

Von Mareike Bader

Das Organisationsteam vom Divarena mit Christoph Becker, Lisa-Marie Nistler, Julia Rustler und Christian Hohnholt freuen sich auf eine „Super-Gaudi“ beim dritten Oktoberfest am Samstag. Foto: Mareike BaderDas Organisationsteam vom Divarena mit Christoph Becker, Lisa-Marie Nistler, Julia Rustler und Christian Hohnholt freuen sich auf eine „Super-Gaudi“ beim dritten Oktoberfest am Samstag. Foto: Mareike Bader

Delmenhorst. Ein volles Festzelt erwarten die Veranstalter der Divarena beim dritten Oktoberfest am Samstag. Wahrscheinlich wird zum letzten Mal dort zünftig gefeiert.

Vor zwei Jahren fing alles an. Quasi mit einer Schnapsidee des fränkischen Gunter Zinkgraf, damals zusammen mit Christoph Becker Geschäftsführer, entstand das Delmenhorster Oktoberfest. „Wir waren positiv bekloppt wieder unterwegs“, erinnert sich Becker. Das Team stand dahinter, die Delmenhorster kamen in bayrischer Tracht, tanzten schnell auf den Tischen und feierten bei Weißbier und bayrischem Essen.

Von Anfang an war der Freitag eher schwach besetzt. Dieses Jahr musste das Oktoberfest wegen zu geringer Resonanz auf einen Tag abgespeckt werden. „Scheiße ist das“, sagt Becker. Auf den Samstag freut sich das Team trotzdem. Nur noch wenige Karten seien verfügbar, sagt Lisa-Marie Nistler und rät sich rechtzeitig, um die noch verbleibenden Karten zu kümmern.

Wahrscheinlich letzte Gaudi

Wer hier vor Ort und nicht in München in bayrischer Tracht und bei zünftigem Essen feiern will, sollte die Gelegenheit nutzen. Denn das dritte Delmenhorster Oktoberfest könnte das letzte sein. „Mit einem Tag lohnt es sich nicht“, sagt Christian Hohnholt. Die endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

„Es wird eine richtige Super-Gaudi“, verspricht Becker. Das Zelt wurde noch einmal umgestellt. Mehr als 900 Gäste an 124 Tischen werden am Samstag erwartet – 250 davon im VIP-Bereich, wo es auch ein Wiesen-Büffet gibt. Die Stimmungsmusik kommt wieder vom heimischen Wiesen-DJ Goli. Dazu kommt die Live-Band „Into the Light“, die auch bayrisches Liedgut spielen wird, sagt Becker. Die Maß Weißbier kostet zehn Euro, die Halbe sechs Euro. „Da muss man sich anpassen“, sagt Nistler. Zum Vergleich: In München, wo das Oktoberfest am Samstag startet, kostet die Maß ab 10,60 Euro.

Die Sause geht um 17 Uhr mit einem „Soft Opening“ los. Es bleibt also eine Stunde, um sich zu versorgen, bis Oberbürgermeister Axel Jahnz mit einem Fassbieranstich das Oktoberfest offiziell eröffnet. „Dann kann jeder zusammen anstoßen“, sagt Nistler. Parkplätze seien auf der Wiesen gegenüber genügend vorhanden, auch um die Temperatur im Zelt brauche sich keiner Sorgen machen. „ Im ersten Jahr wars noch kälter, und trotzdem hat keiner gefroren“, erinnert sich Becker. Zapfenstreich ist wie in den vergangenen Jahren um 23 Uhr.