Weite Wege zu Förderschulen Schülertransport kostet Stadt Delmenhorst jährlich mehr

Von Sonia Voigt

Die Ausgaben der Stadt Delmenhorst für die Schülerbeförderung steigen seit Jahren an. Foto: Franziska Kraufmann/dpaDie Ausgaben der Stadt Delmenhorst für die Schülerbeförderung steigen seit Jahren an. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Delmenhorst. Die Stadt Delmenhorst hat 2016 rund 280.000 Euro mehr für die Schülerbeförderung ausgegeben als noch 2012. Vor allem die wachsenden Transportkosten für Förderschüler lösen den Anstieg aus.

Knapp 890.000 Euro hat die Stadt Delmenhorst 2012 für die Schülerbeförderung ausgegeben, zuletzt waren es 2016 schon 1,17 Millionen Euro. Über diesen Kostenanstieg und seine Gründe informiert der Fachdienst Schule und Sport den Bildungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 19. September (ab 17 Uhr öffentlich in der Mensa des Max-Planck-Gymnasiums). „Enorm angestiegen“ seien vor allem die Beförderungskosten zu den Förderschulen. Zum einen müssen mehr Schüler zu den Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung nach Ahlhorn und Freistatt kutschiert werden, zum anderen ist der Transport zu Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung teurer geworden.

Grundschüler besuchen weiter entfernte Ganztagsschulen

Weitere Gründe für den Kostenanstieg sind die steigende Anzahl der anspruchsberechtigten Schüler, auch durch zusätzliche Fahrten für Flüchtlinge. Außerdem sind die Schulbezirksgrenzen in der Sekundarstufe I weggefallen. Und mehr Grundschüler besuchen nicht die Schule im eigenen Schulbezirk, zum Beispiel weil sie auf eine weiter entfernte Ganztagsschule gehen.

Eltern können Kostenerstattung bei längeren Schulwegen beantragen

Auf Antrag erstattet die Stadt die Bus- oder Taxikosten für Vorschüler, Erst- und Zweitklässler, die über zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen. Dasselbe gilt für Dritt- und Viertklässler sowie ältere Förderschüler mit über 2,5 Kilometern Schulweg sowie andere Schüler, die mehr als 3,5 Kilometer zur Schule zurücklegen müssen.