Beliebte Handarbeitenmesse Handmade kehrt ins Delmenhorster Commedia zurück

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Ein bunter Strauß an Handarbeiten: Die Messe Handmade lockte zuletzt 7000 Besucher auf das Nordwolleareal. 2017 wird sie erneut nach Delmenhorst kommen – entgegen der Ankündigungen aus dem Vorjahr. Archivbild: Andreas NistlerEin bunter Strauß an Handarbeiten: Die Messe Handmade lockte zuletzt 7000 Besucher auf das Nordwolleareal. 2017 wird sie erneut nach Delmenhorst kommen – entgegen der Ankündigungen aus dem Vorjahr. Archivbild: Andreas Nistler

Delmenhorst. Mit dem angekündigten Aus der Handmade im Commedia auf der Nordwolle im Herbst 2016 drohte Delmenhorst der Verlust eines überaus starken Besuchermagnets. Dieser ist nun abgewendet. Die Handmade 2017 findet statt. Die Zukunft des Commedia ist aber weiterhin ungesichert.

  • Die Handarbeiten-Messe Handmade kommt zurück ins Commedia auf der Nordwolle – entgegen anderslautender Ankündigungen aus dem Vorjahr.
  • Ob die Halle aber künftig Veranstaltungsort bleiben soll, ist noch immer fraglich, heißt es aus der Gesellschafterversammlung der Eigentümerin, dem städtischen Medien- und Veranstaltungszentrum.
  • Unterdessen ist das Interesse der Messeverantwortlichen, der Agentur Meetcon, sowie des Städischen Museums an einer Weiterführung der Messe in Delmenhorst groß.

Vieles sprach vergangenes Jahr dafür, dass die Handarbeiten-Messe Handmade künftig nicht mehr im Commedia auf der Nordwolle residiert – und damit auch mehrere Tausend Besucher weniger Delmenhorst besuchen. Dies ist nun vorerst abgewendet: Die Messe soll 2017 doch im früheren Fabrikgebäude stattfinden, und zwar am 28. und 29. Oktober. Das haben die veranstaltende Agentur Meetcon aus Braunschweig sowie der Leiter des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur, Dr. Carsten Jöhnk, gegenüber dem dk bestätigt.

Umwandlungspläne offenbar zunächst gestoppt

Das sah im Herbst 2016 noch ganz anders aus. Weil wie berichtet die Auslastung des Commedia wegen der strengen Lärmschutzauflagen zu wünschen übrig ließ, erwog die Eigentümerin, das städtische Medien- und Veranstaltungszentrum, das Gebäude in Büroräume umzuwandeln. Veranstaltungsreservierungen wurden darum vor einem Jahr nicht mehr angenommen. Diese Pläne wurden offenbar verworfen. Fürs Erste.

„Alles läuft weiter wie bisher“

„Bis auf Weiteres läuft im Commedia alles wie normal weiter“, sagt Annette Kolley, Mitglied der Gesellschafterversammlung. „Wie das Commedia letztendlich genutzt werden soll, darüber hat die Gesellschafterversammlung noch nicht abschließend beraten.“ Reiner Fulst, Geschäftsführer des Bauvereins Delmenhorst, der auch die Geschicke des Medienzentrums lenkt, war bislang zu dem Thema nicht zu sprechen.

Interesse der Messeverantwortlichen ist weiter groß

„Wir hingen ziemlich in der Luft, weil die Zukunft des Commedia unklar war“, sagt Marina Kintzel, verantwortliche Projektassistentin der Handmade bei Meetcon, die sich umso mehr über die diesjährige Neuauflage der Handmade in dem früheren Industriegebäude freut. Der Mietvertrag liege auch erst seit Kurzem vor. „Für uns stand immer fest, dass wir in Delmenhorst bleiben wollen“, so Kintzel. Die Messe erwies sich zuletzt im Oktober 2016 als wahrer Besuchermagnet: 7000 Menschen strömten aufs Nordwolle-Areal. Das Interesse am Standort ist darum groß. Das macht Kintzel unmissverständlich klar.

Messe hat für Museum große Bedeutung

Über die Handmade-Rückkehr freut sich ebenfalls Museumsdirektor Dr. Carsten Jöhnk – und das auch, weil die Handmade 2017 räumlich wächst. Neben dem Commedia und der traditionell belegten Halle im Turbinenhaus wird etwa auch der dortige Sonderausstellungsbereich belegt sein. „Die Handmade ist für uns ein wichtiges Ereignis, weil ein Teil des Eintritts ans Museum geht und die Messe einfach gutes Marketing für uns ist“, sagt Jöhnk. Und nicht zuletzt beeinflussten die Besucher der Messe die Besucherzahlen des Museums selbst. Welche Bedeutung die Messe für das Museum hat, verdeutlicht folgende Überlegung: Hätte es 2017 nicht mit der Handmade geklappt, wäre es laut Jöhnk eine Option gewesen, die Messe komplett ins Museum und in einen Zeltanbau zu holen. Das Wohlwollen stößt auf Gegenseitigkeit: Laut Meetcon hätte selbst eine temporäre Leichtbauhalle als Ersatz fürs Commedia genügt, um im industriellen Flair der Nordwolle zu verbleiben.


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