Einsatz mit Herz Verein fördert Palliativstation Delmenhorst

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Haben ein Herz für die Palliativstation (v.li.): Erika Schütte (Förderverein), Dr. Ales Stanek (Chefarzt), Katja von Elbwart (Volksbank), Marianne Hoffmann (Förderverein) und Mirjam Stolle (Palliativstation). Foto: Marco JuliusHaben ein Herz für die Palliativstation (v.li.): Erika Schütte (Förderverein), Dr. Ales Stanek (Chefarzt), Katja von Elbwart (Volksbank), Marianne Hoffmann (Förderverein) und Mirjam Stolle (Palliativstation). Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Mit den „Kuschel-Kissen“ und dem „Festball der 1000 Herzen“ unterstützt der Förderverein die Palliativstation Delmenhorst. Dort plant man schon den Umzug ins neue JHD in der City.

Die Palliativstation im Josef-Hospital Delmenhorst arbeitet parallel zum laufenden Betrieb bereits an der Zukunft. Wenn künftig der Standort in der Stadtmitte bezogen wird, dann zieht natürlich auch die Palliativstation um. Dr. Ales Stanek, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie, wird konkreter. „Die Palliativstation bezieht Räume im dritten Stockwerk des Neubaus. Wir werden acht Patientenzimmer zur Verfügung haben.“ Besonders froh ist Stanek, dass es eine rund 90 Quadratmeter große Terrasse geben wird. Ein weiterer Pluspunkt sei die unmittelbare Nähe zur Schmerzstation. Davon verspricht sich der Mediziner positive Effekte. „Wenn Schmerzpatienten sich mit Schwerstkranken unterhalten, relativiert das vieles“, ist seine Beobachtung. „Viele Schmerzpatienten ordnen ihre Erkrankung dann neu ein.“

Mitgliederzahl des Fördervereins ist stark gestiegen

Ein gewichtiges Wort mitzureden hat bei der Inneneinrichtung der neuen Station auch der Förderverein der Palliativstation. Den gibt es seit 2013, als sich Angehörige ehemaliger Patienten sowie Mitarbeiter der Palliativstation mit dem Ziel zusammenschlossen, die palliativmedizinische Versorgung schwerstkranker Menschen auf der Palliativstation zu fördern und sicherzustellen, um diesen eine möglichst lange Aufrechterhaltung ihrer Lebensqualität zu ermöglichen. Der Verein hat in den vergangenen Monaten verstärkt Zulauf bekommen. Über 60 Mitglieder zählt er mittlerweile, vor einem Jahr waren es noch rund 40 weniger, berichtet Stanek.

Zu den Aktionen, die immer bekannter werden, gehört er Verkauf der Ku-Kis, der Kuschel-Kissen. Diese können für sechs Euro etwa in der Bahnhof-Apotheke an der Bahnhofstraße 11 erworben werden. Aus dem Erlös werden ehrenamtlich weitere Kissen genäht. Jeder neue Patient auf der Palliativstation bekommt ein Ku-Ki geschenkt. Über 900 Kissen sind bereits gefertigt worden, wie Marianne Hoffmann vom Förderverein berichtet. Die Volksbank Delmenhorst-Schierbrok hat jetzt 200 Euro für weitere Kissen gestiftet.

„Festball der 1000 Herzen“ im November

Die Kissen kommen gut an, auch wenn Stanek selbst sich anfangs modernere Designs gewünscht hätte, wie er offen zugibt. „Die Damen vom Förderverein haben mich überstimmt, der Erfolg gibt ihnen recht.“

„Festball der 1000 Herzen“ steigt im November

Der Förderverein will bald die Zahl von 1000 Kissen erreichen. Und das bis zum „Festball der 1000 Herzen“, der am Samstag, 4. November, in der Markthalle gefeiert wird. Die Silver Lords spielen dann zum Tanz auf, die Tanzschule Lenard zeigt eine Show, Kurt Hoffmann wird an die Legende Dean Martin erinnern, zudem gibt es Leckereien. Initiator Alper Samanci vom Cabarelo im Neuen Deichhorst ist Ausrichter des Festballs. Er arbeitet dabei eng mit dem Förderverein der Palliativstation zusammen, dem der Erlös des Abends am Ende zufließen wird. Karten gibt es beim Delmenhorster Kreisblatt.

Und ganz nebenbei kommen Sinn und Zweck der Palliativmedizin, die laut Stanek zu oft mit Hospizarbeit verwechselt wird, so verstärkt ins öffentliche Bewusstsein. Und das ist bereits jetzt wichtig, nicht erst nach dem Umzug.


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