Reisemobilhafen Delmenhorst beliebt bei der Durchreise

Die Belgier Kwinten Flomez und Lien von Eylen (von links) mit ihren Kindern campten auf der Durchreise auf den Delmenhorster Graftwiesen, ebenso Armand Magchiels aus Beerse. Foto: Mareike BaderDie Belgier Kwinten Flomez und Lien von Eylen (von links) mit ihren Kindern campten auf der Durchreise auf den Delmenhorster Graftwiesen, ebenso Armand Magchiels aus Beerse. Foto: Mareike Bader

Delmenhorst. Der Reisemobilhafen an der Graft in Delmenhorst ist sehr beliebt auf der Durchreise – besonders wenn es nach Skandinavien geht, wie es scheint.

Hunderte Autos stehen täglich auf dem Großparkplatz auf den Graftwiesen. Acht Stellplätze sind dort für Wohnmobile reserviert. Ein Angebot, dass sich großer Beliebtheit erfreut. Auch am Wochenende standen wieder Wohnmobile aus Wuppertal, Kleve, Spanien und Belgien auf dem Reisemobilhafen an der Graft.

Das belgische Paar Kwinten Flomez und Lien van Eylen hielt hier für eine Nacht auf dem Weg nach Schweden. Armand Magchiels, ebenfalls aus Belgien, machte mit Frau und Hund Station auf der Durchreise zum Urlaub nach Dänemark.

Alles da für die Versorgung

Er finde es nicht komisch, auf einem Parkplatz zu campen, sagte Magchiels. Er lobte die Versorgungsstation mit Strom, Frischwasser und der Entsorgungsmöglichkeit. „Das ist gut geregelt“, sagte der Belgier aus Beerse. Zwei Tage war er durch die Niederlande gefahren, nach dem Zwischenstopp in Delmenhorst ging es nach Puttgarden zur Fähre nach Dänemark.

Ebenfalls über die Niederlande kam das junge Paar Kwinten Flomez und Lien van Eylen mit seinen beiden Kindern, Sie blieben für eine Nacht in Delmenhorst. „Wenn die Kinder morgen früh aufwachen, fahren wir weiter“, sagte Lien. Mit Armand Magchiels, der neben ihnen stand, tauschten sie sich kurz über die Begebenheiten vor Ort aus.

Reisemobilhafen über App gefunden

Insgesamt einen Monat wird die junge Familie auf ihrer Rundreise durch Schweden unterwegs sein. „Mit einem Wohnmobil muss man nicht an einem Ort bleiben“, sagt Flomez. Allein bis zur Fähre in Rostock dauert die Reise aber schon vier Tage. Den befestigten Reisemobilhafen in Delmenhorst haben Flomez und van Eylen über eine App gefunden.

„Wir haben gelesen, dass es hier einen Park gibt“, sagte van Eylen. Es soll hier ruhig sein, die Versorgung ist gewährleistet und der Stellplatz ist gratis, freut sich der junge Vater Kwinten Flomez. Das sei sehr praktisch und schone das Urlaubsbudget. Wenn sie länger als eine Nacht bleibt, geht die Familie aber auf einen Campingplatz, wo es grüner ist.

Erholung auf der Rückreise

Auf dem Weg zurück vom Urlaub war Ingo Ferdinand aus Leer. Vier Tage war er mit seiner Freundin in Güstrow, die Mecklenburgische Seenplatte genießen. Bevor es wieder nach Hause ging, besuchten die beiden noch die Grafttherme. „Wir wissen, dass es hier eine wunderbare Sauna gibt“, sagte Ferdinand. Also hielten sie hier für ein paar Stunden, nutzten die Versorgungsstation schon einmal für die erste Reinigung und entspannten dann in der Therme.

Mit dem Parkausweis der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft, den es bei der Tourist Information im Rathaus gibt, können die Camper bis zu einer Wochen auf den Graftwiesen stehen bleiben. Neben der Graft werden die Nähe zu Innenstadt gelobt sowie Freizeitmöglichkeiten, wie Museen, die Grafttherme oder Minigolf, erwähnt.


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