Wenn es schnell gehen muss... Convenience-Food erobert die Delmenhorster Supermärkte

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Ihren Salat für die Mittagspause stellt sich Angelina Lülker bei Koopje selbst zusammen. Foto: Kristina MüllerIhren Salat für die Mittagspause stellt sich Angelina Lülker bei Koopje selbst zusammen. Foto: Kristina Müller

Delmenhorst. Fertig belegte Sandwiches, abgepackter Salat, gemixte Smoothies – Supermärkte konzentrieren sich immer mehr auf Convenience-Food. Auch in Delmenhorst geht der Trend zum „bequemen Essen“.

In der Mittagspause schnell zum nächsten Supermarkt und etwas für den kleinen Hunger holen – für Angelina Lülker aus Delmenhorst inzwischen selbstverständlich. „McDonalds ist ja nicht so das Wahre“, findet sie. Deshalb flitzt sie öfters zum Koopje um die Ecke.

Dieses Mal stellt sie sich ihren eigenen Salat zusammen. „Das ist total praktisch. Man hat selbst die Wahl, was man nehmen möchte.“ Einfach, schnell, bequem. Convenience-Food ist das Zauberwort – ein aus dem Englischen entlehnter Begriff für „bequemes Essen“.

„Die Welt wird schnelllebiger“

Die vorgefertigten Lebensmittel sind heute in den Supermärkten nicht mehr wegzudenken. So auch beim Kaufland an der Stedinger Straße. Mit dem Umbau will Hausleiter Pierre Albers auch das To-go-Sortiment erweitern. Von Salaten, Sandwiches, Wraps, über Sushi und Suppen bis hin zu Smoothies und Obstschalen mit bereits geschnittenem Obst ist dort einiges zu finden. Auch eine spezielle vegetarische Truhe hat der Markt nun eingerichtet.

„Die Welt wird schnelllebiger. Man liest beispielsweise seine Mails zwischendurch und genauso isst man mal eben zwischendurch“, ist Albers aufgefallen. Vor allem für die Mittagszeit eigne sich das „bequeme Essen“. Doch für Albers ist das Convenience-Food nicht nur für den schnellen Hunger gedacht. Kleinere Haushalte sieht er ebenfalls als Zielgruppe. „Convenience heißt nicht, dass es ungesund ist. Für mich ist das einfach gesundes Essen klein verpackt für jedermann.“

Selbst zusammenstellen

Die Inkoop-Märkte konzentrieren sich dagegen mehr und mehr auf den kleinen Hunger zwischendurch und gehen noch einen Schritt weiter: Neben den vorgefertigten, abgepackten Salaten, gibt es in den Supermärkten ganzjährig auch eine Salattheke, bei der man sich die Salatmischung selbst zusammenstellen kann – so wie auch Angelina in ihrer Mittagspause.

Saisonal gibt es mal warme Suppen zum Sofortverzehr oder frische Fischbrötchen. „Es gibt natürlich auch haltbare Convenience-Produkte, besser bekannt als ‚Fertiggerichte‘ wie Currywurst in der Plastikschale, das hat aber nichts mehr mit Frische zu tun“, betont Christian Krzefski, Einkaufsleiter bei Inkoop.

„Du isst, wo du bist“

Das Motto „Du isst, wo du bist“ habe sich der Markt mehr und mehr auf die Fahnen geschrieben. Sogar eine Mikrowelle hat das Unternehmen in drei seiner Läden installiert: im Koopje an der Langen Straße, im Inkoop an der Oldenburger Straße und in Ganderkesee. „Wenn man es eilig hat oder im Büro arbeitet und keine kalte Küche möchte, kann man sein Essen dort gleich zubereiten“, ekrlärt Krzefski. Dieses Konzept sei für jeden neuen Markt geplant, denn um die 20 Kunden nutzen das Angebot jeden Tag – vom Schüler, über den Handwerker bis hin zum Büroangestellten.

„Im Stadtmarkt ist noch mehr Convenience gefragt, das bietet sich gerade dort an“, sagt der Einkaufsleiter. Deshalb gibt es im Koopje auch eine Kaffeestation für den schnellen Coffee to go. „Wir wollen mit jedem neuen Markt den Trend stärken“, betont Krzefski. Konkrete Pläne dafür hat er bereits: Sitzplätze oder Bistrotische mit Barhockern, beispielsweise in der Käse-und Fleischabteilung. „Das wird die Zukunft sein“, ist sich Krzefski sicher.


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