Wirtschaftsempfang in der Markthalle Anstöße für Imagepflege der Stadt Delmenhorst

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Small talk in der Markthalle (von links): Oberbürgermeister Axel Jahnz und Hans-Ulrich Salmen, Vorsitzender des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft, mit Gastredner Martin Kremming. Foto: Thomas BreuerSmall talk in der Markthalle (von links): Oberbürgermeister Axel Jahnz und Hans-Ulrich Salmen, Vorsitzender des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft, mit Gastredner Martin Kremming. Foto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Wie kann Delmenhorst endlich zur Marke werden? Der Vortrag beim zehnten Wirtschaftsempfang in der Markthalle bot am Donnerstagabend viele Impulse für fruchtbare Diskussionen.

Der Förderverein der örtlichen Wirtschaft und das Hanse-Wissenschaftskolleg am Lehmkuhlenbusch planen eine Kooperation, um die örtliche Wissenschaftseinrichtung der Länder Niedersachsen und Bremen auch vor Ort deutlich bekannter zu machen. „Da wird was kommen“, sagte Hans-Ulrich Salmen, Vorsitzender des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft am Donnerstagabend vor 160 Gästen in der Markthalle beim mittlerweile zehnten Wirtschaftsempfang.

Etliche Bausteine für Delmenhorst

Das Vorhaben darf als einer von vielen Bausteinen gelten, die Delmenhorst angehen muss, wenn es sein Image endlich klarer und nachhaltiger definieren will. Oder besser: wenn es endlich lokal und regional in die Köpfe bringen will, wofür die Stadt eigentlich steht. Dass es in diesem Bereich erhebliche Defizite gibt, führte Martin Kremming von der Lübecker Beratungsgesellschaft CIMA in seinem Gastvortrag vor Augen.

„Delmenhorster sehen ihre Stadt so ein bisschen schlecht“

Die CIMA arbeitet im Auftrag der Stadt gegenwärtig daran, Delmenhorst als Marke besser zu positionieren. Dazu hat es schon vor Monaten umfassende Befragungen in der Stadt, aber auch in der Region gegeben. Kremming stellte seinen Zuhörern die wesentlichsten Erkenntnisse aus dieser Arbeit dar, sagte unter anderem: „Die Delmenhorster sehen ihre Stadt eher so ein bisschen schlecht.“

„Wahrnehmung der Kriminalität ist falsch“

Aber auch jenseits der Stadtgrenzen sind nach seinen Worten Bilder in den Köpfen, die so nicht (mehr) zutreffen. Als ein Beispiel sagte er: „Die Wahrnehmung der Kriminalität ist falsch und da muss man ansetzen.“

Er selbst, räumte Kremming ein, nehme im Zuge seiner jetzigen Tätigkeit viel Positives und Bewegung in Delmenhorst wahr. Sein deutlicher Appell lautete: „Die jetzigen Baustellen nicht verbocken!“

Wider Populismus und Protektionismus

Salmen bekräftigte: „Ich spüre auch, dass wir in Delmenhorst eine Aufbruchstimmung haben.“ Allgemein hatte er in seinen Ausführungen zuvor vor Populismus und Protektionismus gewarnt. Aus der Wirtschaft wisse man, dass sich mit einfachen Antworten keine Probleme lösen lassen.

Oberbürgermeister appelliert an die Politik

Oberbürgermeister Axel Jahnz ging in seinem Redebeitrag auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften ein. An die Politik gewandt sagte er: „Wer Fachkräfte haben möchte, braucht Bauland und Gewerbegebiete.“


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