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31.05.2017, 15:01 Uhr KOMMENTAR

Toilettendebatte in Delmenhost: Kein normaler Spielplatz

Kommentar von Jan Eric Fiedler

Die Sanierung des Kiosk-WCs ist ein guter Kompromiss. Foto: dpaDie Sanierung des Kiosk-WCs ist ein guter Kompromiss. Foto: dpa

Delmenhorst. Eine öffentliche Toilette in der Graft ist wichtig für die Attraktivität als Naherholungsgebiet. Die Sanierung des Kiosk-WCs ist ein guter Kompromiss. Ein Kommentar.

„Wenn ein Kind muss, dann muss es.“ Dieses Argument für eine Toilette am Graftspielplatz ist häufig zu lesen, wenn die Diskussion über das Thema wieder einmal aufflammt. Dieses Argument ist ebenso nachvollziehbar wie der Hinweis der Verwaltung, dass es auch an keinem anderen Spielplatz in der Stadt ein WC gibt. Das ist seitens der Verwaltung aber relativ einfach gedacht: Der Graftspielplatz ist kein „normaler“ Spielplatz in einem Wohngebiet, an dem die heimische Toilette meistens nicht weit ist, sondern ein Ausflugsziel für Familien. Gerade wenn die Stadt die Graft weiter als Naherholungsgebiet mit Attraktionen wie Bienenlehrpfad, Sportgeräten und Barfußpfad ausbauen möchte, ist ein öffentliches WC wünschenswert.

Aufwertung für Ecke rund um den Kiosk

Die Lösung, die WC-Anlage des Kiosks zu modernisieren und gleichzeitig diesen Bereich bei der Modernisierung des Grafteingangs ebenfalls neu zu gestalten, ist ein vernünftiger Kompromiss. Die bisher wenig attraktive Ecke rund um den Kiosk würde eine Aufwertung erfahren und die die Eltern hätten eine deutlich angenehmere Anlaufstelle für die Notdurft ihrer Kinder als bisher – die auch nicht weiter weg wäre als die heimische Toilette bei einem normalen Spielplatz.


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