Ärger um Baugenehmigung Fitness-Investor schimpft auf Delmenhorster Baubehörde

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Das Unternehmen Fitness Park will in Delmenhorst Millionen investieren, scheitert bislang aber offenbar an Bauauflagen. Archivfoto: Marco JuliusDas Unternehmen Fitness Park will in Delmenhorst Millionen investieren, scheitert bislang aber offenbar an Bauauflagen. Archivfoto: Marco Julius

Delmenhorst. Vor knapp einem Jahr wurden die Pläne für das Vorhaben an der Annenheider Allee öffentlich. Seitdem ist es nach außen ruhig geworden, während es hinter den Kulissen wohl ordentlich knirscht.

„Wir wollen in Delmenhorst sechs Millionen Euro investieren und kommen nicht dazu.“ Karim Sandtmann, Mitgeschäftsführer der Bremer „Fitness Park“-Gruppe, ist seine Verärgerung anzumerken. Vor knapp einem Jahr hatte er die Pläne, an der Annenheider Allee zwischen TÜV-Station und der Einmündung zum Reinersweg ein neues Fitness-Center zu bauen, öffentlich gemacht. Seitdem ist es nach außen ruhig geworden um das Projekt. Hinter den Kulissen knirscht es aber offensichtlich gewaltig zwischen Investor und Baubehörde.

Ärger um Brandschutzgutachten

Zum wiederholten Mal hat er am Montag das obligatorische Brandschutzgutachten bei der Stadtverwaltung eingereicht, dessen vorige Ausarbeitungen nach seinen Worten abgelehnt wurden. Ohne genehmigtes Gutachten kann er aber nicht auf eine Baugenehmigung hoffen.

Verwaltung „hochnäsig“

„Kleinlich hoch zehn“ und „hochnäsig“ fühlt sich Sandtmann inzwischen von der Verwaltung behandelt. „Fitness Park“ ist in Bremen bereits in Aumund, Burglesum und Horn sowie in Stuhr-Brinkum ansässig. Nie, sagt Sandtmann, habe er Vergleichbares erlebt.

Verträge storniert

Die Eröffnung des Studios an der Annenheider Allee hatte er ursprünglich für den kommenden Dezember geplant, auch Personal war schon verpflichtet. „Die Verträge musste ich wieder lösen“, sagt der Investor in Wartestellung.

Rechtliche Schritte drohen

„Ich habe das Grundstück gekauft, verhindern wird mich keiner“, stellt Sandtmann klar. Bei einer nochmaligen Absage an das Gutachten würden sich sein Unternehmen und die Stadtverwaltung wohl vor Gericht begegnen, mutmaßt er. „Wir haben das Gefühl, dass es wieder abgelehnt wird und wir noch ein paar Runden drehen müssen.“

Protest der Konkurrenz

Für den schleppenden Fortgang hat Sandtmann zwei Erklärungsansätze: „Entweder man ist hier immer so kleinlich oder man will das Vorhaben verhindern.“ Verschiedene örtliche Studiobetreiber hatten vor Monaten in einem Schreiben an die Stadt gefordert, die Ansiedlung zum Schutz ihrer bestehenden Einrichtungen zu verhindern. Sandtmann hingegen will nicht akzeptieren, „dass in Delmenhorst alles anders läuft als anderswo“.

In Ganderkesee nicht gewollt

Vor dem Vorstoß in Delmenhorst war „Fitness Park“ in Ganderkesee mit Ansiedlungsplänen gescheitert. Offizielle wurde auf die zu geringe Zahl entstehender Arbeitsplätze verwiesen.

Stadt verweist auf Datenschutz

Die Stadt lehnte auf Anfrage eine konkrete Stellungnahme zum „Fitness Park“ mit Hinweis auf den Datenschutz ab. Grundsätzlich werde der Bauantrag auf Übereinstimmung mit dem öffentlichen Baurecht geprüft. Dabei gehe es um den Bebauungsplan, Grenzabstände, Brandschutz, Fluchtwege und Immissionsschutz. Wenn über die Bauantragsunterlagen nachgewiesen sei, dass ein Antrag dem öffentlichen Baurecht entspricht, habe der Antragsteller einen Anspruch auf Baugenehmigung.


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