Fernmeldeübung „Seefalke“ Delmenhorst wird Schauplatz für Test-Katastrophen

Volles Haus bei der Ortsfeuerwehr Süd: 270 Einsatzkräfte nehmen an der Katastrophenübung „Seefalke“ teil. Die weiteste Anreise hat eine Einheit aus dem Saarland. Foto: Jan Eric FiedlerVolles Haus bei der Ortsfeuerwehr Süd: 270 Einsatzkräfte nehmen an der Katastrophenübung „Seefalke“ teil. Die weiteste Anreise hat eine Einheit aus dem Saarland. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Mit vier fiktiven Katastrophen werden am Samstag in Delmenhorst und Umgebung die Kommunikationswege bei Großunglücken getestet. 270 Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern sind dabei.

Delmenhorst wird am Samstag gleich von mehreren Katastrophen heimgesucht. Echt sind diese aber nicht, sondern gehören zu den großangelegten Übungsszenarien der Katastrophenübung „Seefalke“. Ausgerichtet wird die Fernmeldeübung, die seit 15 Jahren jährlich stattfindet, von der Stadt Cuxhaven. Delmenhorst hat sich als Übungsort angeboten – etwas blauäugig, wie Feuerwehr-Chef Thomas Stalinski gestern beim Auftakt der Übung in den Räumen der Ortsfeuerwehr Süd zugab. „Es ist schon eine Herausforderung“, sagte er angesichts der rund 270 Einsatzkräfte, die es unterzubringen, zu koordinieren und zu verpflegen gilt.

Ablauf wie bei einem Fantasy-Spiel

Die Übungsszenarien, mit denen die Helfer von Feuerwehr, Rotem Kreuz, DLRG und THW am Samstag konfrontiert werden, haben es in sich: Die Kommunikation bei vier Katastrophen muss an einem Tag bewältigt werden. „Wenn wir ein Unglück von einem gewissen Ausmaß haben, ist die Kommunikation immer das Problem“, erklärt Gerd Klemusch, Sachbearbeiter Katastrophenschutz bei der Stadt Cuxhaven und Organisator der Übung.Den Ablauf muss man sich so ähnlich wie ein Fantasy-Spiel vorstellen, sagt Klemusch: Die Einheiten werden zu ihren Einsatzorten geschickt und müssen dort die Kommunikation aufbauen. „Wir machen alles nur virtuell, schicken fiktive Meldungen von A nach B.“

Test für länderübergreifende Kommunikation

Diese Kommunikation müsse geübt werden, damit sie im Fall eines echten Großunglücks problemlos funktioniert: „Und das nicht nur kreisübergreifend, sondern auch länderübergreifend“, sagt Klemusch. So nehmen nicht nur Einheiten aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein an der Großübung teil, sondern auch eine Einheit aus dem Saarland. Insgesamt 66 Einsatzfahrzeuge in 26 Gruppen sind dafür am Samstag im Stadtgebiet und auch in den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch unterwegs. In eine ähnliche Richtung wie Klemusch denkt auch Oberbürgermeister Axel Jahnz: „Für uns ist die Übung eine gute Möglichkeit zu sehen, wie wir hier aufgestellt sind, aber auch wie wir insgesamt aufgestellt sind in der Region und im Land“, sagte er bei der Begrüßung der Teilnehmer am Freitagabend.


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