Kleine Museen im Blickpunkt Aufwertung für Museumsmühle in Delmenhorst

Ortstermin in der Museumsmühle: von links CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz, Roland Buschmeyer, Museenchef Dr. Carsten Jöhnk und CDU-Landtagskandidatin Frauke Wöhler. Foto: Thomas BreuerOrtstermin in der Museumsmühle: von links CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz, Roland Buschmeyer, Museenchef Dr. Carsten Jöhnk und CDU-Landtagskandidatin Frauke Wöhler. Foto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Gerade einmal 2000 Euro gibt der städtische Etat für die Ausstattung der Museumsmühle in Hasbergen her. Zu wenig, findet die CDU und möchte auf Landesebene mehr Geld für kleinere Museen locker machen.

Gäbe es Roland Buschmeyer und sein ehrenamtliches Engagement nicht, wäre die Museumsmühle in Hasbergen vielleicht kaum noch im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Seit 1991 als Ausstellungsraum genutzt

So aber ist das Bauwerk mit langer Geschichte immer wieder Anziehungspunkt für Radfahrer und sonstige Interessierte, denen der passionierte Pfeifenraucher viel zu berichten hat. Etwa, dass der Betrieb der Mühle im Oktober 1986 eingestellt wurde und sie seinerzeit an den Ochtumverband in Harpstedt überging, der sie an die Stadt Delmenhorst verpachtete, die sie wiederum zu Ausstellungszwecken der Dörfergemeinschaft Hasbergen überließ. Seit 1991 ist die Mühle Museumsmühle.

Stadt stellt jährlich 2000 Euro bereit

Gerade einmal 2000 Euro jährlich stellt die Stadt aktuell für Reparaturen und Ausstattung laut Delmenhorsts Museenchef Dr. Carsten Jöhnk bereit. Ein Teil davon wurde jetzt in moderne LED-Leuchten investiert.

Nach Meinung der CDU-Landtagsabgeordneten Annette Schwarz verdienen die kleineren Museen in Niedersachsen eine bessere Förderung. Mit der Neuauflage eines entsprechenden Investitionsprogramms habe sich die CDU auf Landesebene aber gerade nicht durchsetzen können gegen die rot-grüne Landesregierung, bedauerte die Hasbergerin am Freitag bei einem Ortstermin. Damit könne auch eine barrierefreie Umgestaltung auf der Strecke bleiben.

Museenchef setzt auf leichtere Sprache

Buschmeyer hat vor dem Museumstag am Sonntag zwar den äußeren ebenerdigen Zugang noch geglättet, doch es wäre laut Schwarz auch im Inneren, etwa bei der Beleuchtung, noch einiges möglich.

Jöhnk steckt den Kopf unterdessen nicht in den Sand, sondern wird selbst aktiv. Um sprachliche Barrieren zu beseitigen, möchte er die ausführlichen Infotafeln von einer Schulklasse überarbeiten lassen, damit sie allgemein leichter verständlich werden.


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