Konzept für Standortmarketing An der Marke Delmenhorst muss gearbeitet werden

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Guter Dinge beim gemeinsamen Blick nach vorn: von links Regina Schroeder (Cima), Axel Langnau (Geschäftsführer Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Hans-Ulrich Salmen (Förderverein der örtlichen Wirtschaft), Deniz Kurku (Aufsichtsratsvorsitzender Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft) und Oberbürgermeister Axel Jahnz. Foto: Thomas BreuerGuter Dinge beim gemeinsamen Blick nach vorn: von links Regina Schroeder (Cima), Axel Langnau (Geschäftsführer Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Hans-Ulrich Salmen (Förderverein der örtlichen Wirtschaft), Deniz Kurku (Aufsichtsratsvorsitzender Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft) und Oberbürgermeister Axel Jahnz. Foto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Auf dem Weg zu einem Standortmarketingkonzept für Delmenhorst hat die beauftragte Beratungsgesellschaft Cima persönlich und online mehr als 2000 Menschen in Stadt und Region befragt und daraus eine wesentliche Erkenntnis abgeleitet: Das Delmenhorster Imageproblem beruht vor allem auf fehlender Positionierung.

Wofür Delmenhorst im Kopf des Einzelnen steht, das legen die Ergebnisse der Befragung nahe, ist sehr unterschiedlich. Laut Regina Schroeder von der Cima ist aber unverkennbar, „dass die Zukunft deutlich positiver gesehen wird“ als die jüngere Vergangenheit. Die Anregung, „mal etwas Mutiges, Großes zu wagen“, habe einigen der Befragten durchaus auf der Seele gelegen. Und immerhin: 41,5 Prozent der befragten Delmenhorster glauben an eine positive Entwicklung ihrer Stadt in den kommenden fünf Jahren, während 29,9 Prozent einen Niedergang mutmaßen.

„Sie sehen, dass es noch Potenziale gibt“

„Sie sehen, dass es noch Potenziale gibt“, sagte Schroeder am Freitagvormittag bei der Presse-Vorstellung der Erhebung. Interessierte Zuhörer waren auch Oberbürgermeister Axel Jahnz, Hans-Ulrich Salmen (Vorsitzender des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft) sowie Geschäftsführer Axel Langnau und Aufsichtsratsvorsitzender Deniz Kurku von der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg). Letztere hatte die Positionierung der Stadt als Marke angestoßen.

Leerstände von Hertie und Kaufpark prägen

Die Innenstadt und der Wollepark, so Schroeder, seien von vielen Befragten als wichtige Handlungsfelder bewertet worden. Wobei sie mit Blick auf die City beruhigte, dass es nicht unbedingt mehr leere Ladenlokale als in anderen Städten gebe. Allerdings: „Die Leerstände von Hertie und Kaufpark prägen die Innenstadt sehr stark.“

Bei der Bürgerbeteiligung über einen Stand in der Innenstadt habe die Cima eine „insgesamt positive, aufgeschlossene und neugierige Grundstimmung“ gespürt. Die stärksten Emotionen seien bei Gesprächen über die Geschichte der Stadt und über ihre Natur, etwa die Graftanlagen, aufgekommen.

Wahrnehmung von innen schlechter als von außen

Bei Befragungen von Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft und anderen gesellschaftlich relevanten Bereichen haben die Antworten auch ein bekanntes Phänomen gespiegelt: „Die Imagewahrnehmung nach innen ist schlechter als von außen, viel wird schlechtgeredet.“

Salmen bestätigte die festgestellte Aufbruchstimmung aus Sicht der örtlichen Wirtschaft und sagte: „Wir haben wirklich die Chance, Delmenhorst jetzt zu gestalten. Das sieht auch Langnau so, ergänzte aber mit Blick auf die Positionierung als Marke: „Das Ganze kostet Geld, das muss man wissen.“

Kriminalpräventiver Rat benennt sich um

Dass sich manchmal schon über die Begrifflichkeit etwas verändern lässt, hofft Jahnz. Um längst überholte Annahmen einer hohen Kriminalitätsrate in Delmenhorst zu begegnen, plane etwa Kriminalpräventive Rat der Stadt eine Umbenennung im Kommunalpräventiver Rat.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN