One-Woman-Show in Delmenhorst Von Hürden und Gefühlen bedeutender Physikerinnen

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Delmenhorst. Ein Wechselspiel zwischen Biografie, Wissenschaft und Emotionen: Anlässlich des Weltfrauentages brachte das Theaterstück „Curie_Meitner_Lamarr_unteilbar“ am Freitagabend in der Delmenhorster Markthalle drei bedeutende Physikerinnen auf die Bühne. Alle drei verkörpert von einer Frau.

Die Depressive, die Mutige, die Diva: Marie Curie, Lise Meitner und Hedy Lamarr einen bedeutsame Erfolge in der von Männern geprägten Domäne der Physik. Wie sie sich gegen die Männerwelt durchgesetzt haben und was sie dabei fühlten, unterscheidet die drei Frauen.

Eben war sie noch Marie Curie, im Hin und Her zwischen Depressionen und Nobelpreis. Schwankend zwischen Verzweiflung, wissenschaftlicher Neugier und Erschöpfung. „Wenn man seine Arbeit nicht lieben würde, könnte man den Mut verlieren“, sagte Anita Zieher als Marie Cure auf der Bühne.

Schon steht sie da als Lise Meitner, der toughen Wiener Physikerin, die in der männlich dominierten Wissenschaft der 1930er Jahre versucht „Vorurteile zu überwinden, die gegen die akademische Frau bestehen.“ Enthusiastisch, begeistert erzählt sie, wie sie sich in der Physik zu behaupten wusste und die erstmals die Kernspaltung erklären konnte. Dann war sie Hedy Lamarr. Diva, „schönste Frau der Welt“ und Frequenzforscherin. Angetrieben von einem überheblichen Selbstbildnis.

Eindrucksvolle One-WomanShow

Schauspielerin Anita Zieher schlüpfte in dem Solotheater in drei Rollen. Curie (Radioaktivität), Meitner (Kernspaltung), Lamarr (Mobilfunk) – alle drei Frauen haben Entdeckungen gemacht, die bis heute bedeutsam sind. Drei Rollen, drei Persönlichkeiten, drei Stimmungslagen. Zieher schaffte es, eindrucksvoll zwischen den drei Verkörperungen zu wechseln, ohne dabei zu verwirren. In ihrer One-Woman-Show, produziert von ihr selbst und Sandra Schüddekopf, gab sie einem vorwiegend weiblichen Publikum einen biografischen Blick ins Innere des Charakters der drei Frauen.

Den wissenschaftlichen Ausführungen der drei Entdeckerinnen ließ sich nur schwer folgen. Videoeinblendungen während des Rollenwechsels halfen dem Publikum, die Bedeutung ihrer Forschung nachzuvollziehen.


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