517 Karten verteilt Delmenhorst mit Gesundheitskarte für Flüchtlinge Vorreiter

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Als erste Kommune in Niedersachsen hat Delmenhorst im Januar die Gesundheitskarte für Asylbewerber eingeführt. Foto: dpaAls erste Kommune in Niedersachsen hat Delmenhorst im Januar die Gesundheitskarte für Asylbewerber eingeführt. Foto: dpa

Delmenhorst. 517 Asylbewerber haben zum Jahreswechsel die elektronische Gesundheitskarte erhalten. Delmenhorst führt sie als erste Kommune Niedersachsens ein.

Als erste Kommune in Niedersachsen hat die Stadt zum Jahreswechsel die elektronische Gesundheitskarte an Flüchtlinge verteilt. 517 Asylbewerber können nun beim Arztbesuch die Karte der in Delmenhorst zuständigen Krankenkasse Barmer GEK vorlegen. Die ersten 72 dieser Karten sind allerdings bis Ende Januar schon wieder abgelaufen, 154 weitere verlieren im Februar automatisch ihre Gültigkeit. Denn die Gesundheitskarte gilt nur für die ersten 15 Monate nach der Einreise, dann werden die Flüchtlinge wie andere Sozialleistungsempfänger versorgt und können eine Krankenkasse wählen.

Auswertung über Nutzung nicht vor Jahresende möglich

„Wir haben die Karte erst vor vier Wochen eingeführt, noch sind keine Aussagen über die Nutzung möglich“, erklärte der zuständige Fachdienstleiter Thomas Lauts den Delmenhorster Sozialpolitikern in der Ausschusssitzung am Dienstagabend. Eine erste Auswertung soll zum Jahresende folgen, bestätigte Fachbereichsleiter Rudolf Mattern und verwies auf die Dauer der Abrechnung über Ärzte und Krankenkassen.

SPD-Politiker verteidigen hohen Aufwand für diskriminierungsfreie Versorgung

Trotz der guten Zusammenarbeit mit der Barmer GEK sei der Verwaltungsaufwand für die Gesundheitskarte hoch gewesen, ergänzte Lauts auf Nachfrage von CDU-Ratsherr Dr. Michael Adam. Die Ausschussvorsitzende Antje Beilemann (SPD) bekräftigte indes die Richtigkeit des Ratsbeschlusses aus dem Mai 2016: „Da guckt ein Land auf uns“, sagte sie und lobte die Vorreiterrolle Delmenhorsts. Auch ihr Parteikollege Deniz Kurku lobte die „diskriminierungsfreie, faire und schnelle Versorgung“ der Flüchtlinge.


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