Einkaufszentrum will investieren Delmenhorst hält Jute-Center bei Umbauplänen hin

Von Michael Korn

Die Delmenhorster Politik tut sich schwer mit dem Jute-Center. Foto: Andreas NistlerDie Delmenhorster Politik tut sich schwer mit dem Jute-Center. Foto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Schon wieder hat die Ratspolitik am Mittwoch, 11. Januar 2017, eine Entscheidung über den Umbau des Jute-Centers vertagt. Bauchschmerzen bereitet die Konkurrenz zur Innenstadt.

Die Stadt Delmenhorst hält das Jute-Center bei deren Umbauwünschen weiter hin. Zum wiederholten Mal hat der Planungsausschuss des Stadtrates am Mittwoch einen Beschluss über bessere Vermarktungsbedingungen bei den Ladenflächen im Center vertagt – diesmal war es die CDU, die sich nicht imstande sah, ein Votum abzugeben und meldete internen „Beratungsbedarf“ an. So muss die Jute weiter auf ein Signal der Stadt warten, ob sie Teile ihres rund 15500 Quadratmeter großen Einkaufszentrums so umbauen darf, dass sie Ladenfläche besser an Interessenten vermieten kann - etwa für einen Elektromarkt, Drogeriewaren und Sonderposten .

Todesstoß für Hertie-Pläne?

Nach wie vor tun sich einige Ratsmitglieder schwer damit, auf 2900 Quadratmeter auch Artikelsortimente zuzulassen, die eigentlich in den zentralen City-Bereich um die Fußgängerzone gehören. Marianne Huismann von den Grünen befürchtet etwa, dass eine fehlende Einschränkung dieses Warenangebots der Todesstoß für die Hertie-Pläne sein könnte. Andreas Neugebauer (Piraten) sprach sogar von einem „Kardinalfehler“, das Einkaufszentrum an der Stelle überhaupt zuzulassen. Gerd Berger (SPD) sagte, er bewundere Jute-Eigentümer Saller Bau für die Geduld und forderte, endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Stadtplaner Ulrich Ihm warb dafür, der Jute Entwicklungsraum zu geben. Es sei die Frage, ob man die Innenstadt „bis zur dritten Stelle hinterm Komma verteidigen muss“.