Ab Januar Ambulanter Pflegedienst Delmenhorster DRK schließt Lücke

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Freuen sich auf die Zusammenarbeit (von links): Dilek Peter (Justiziarin des DRK-Kreisverbandes), Jürgen Waßer (Schatzmeister im Kreisverband), Sylvia Strössel (stellvertretende Geschäftsführerin im Kreisverband), Martina Waldmann (Geschäftsführerin des DRK-Pflegestützpunktes) und Dieter Wortmann (stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes). Foto: Marco JuliusFreuen sich auf die Zusammenarbeit (von links): Dilek Peter (Justiziarin des DRK-Kreisverbandes), Jürgen Waßer (Schatzmeister im Kreisverband), Sylvia Strössel (stellvertretende Geschäftsführerin im Kreisverband), Martina Waldmann (Geschäftsführerin des DRK-Pflegestützpunktes) und Dieter Wortmann (stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes). Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Bislang fehlte beim DRK das Angebot des ambulanten Pflegedienstes. Das ist ab dem neuen Jahr durch eine Kooperation mit Martina Waldmann Geschichte.

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes schließt zum 1. Januar 2017 eine Lücke in seinem Angebot für ältere Menschen und richtet einen Stützpunkt im Stift an der Deichhorster Straße ein, der einen Ambulanten Pflegedienst anbietet. „Wir erweitern damit unsere Kompetenzen“, erläutert Sylvia Strössel, stellvertretende Geschäftsführerin des Kreisverbandes, die lang geplante Neuerung. Bisher hatte das DRK in Delmenhorst zwar stationäre, aber eben keine ambulante Pflege angeboten.

Die Lücke geschlossen wird mit Martina Waldmann. Deren privater Pflegedienst, der bereits seit 1995 besteht, geht im DRK auf. Die 59-jährige Martina Waldmann wird Geschäftsführerin der DRK Delmenhorst Pflege GmbH, die den neuen DRK-Pflegedienst betreibt.

Rundumversorgung bieten

„Der Trend geht immer mehr dahin, dass Angehörige pflegebedürftige Menschen im Sinne der Patienten möglichst lange ambulant versorgt wissen wollen, ehe eine stationäre Betreuung ins Auge gefasst wird“, sagt Jürgen Waßer, Schatzmeister beim DRK. „Auch deshalb war es schade, dass wir bislang keine eigene ambulante Pflege bieten konnten. So haben wir auch viele DRK-treue Menschen verloren. Mit dem Pflegestützpunkt können wir nun eine Rundumversorgung bieten, die auch den Übergang von der ambulanten zur stationären Pflege erleichtert, weil alles im Haus bleibt“, betont Waßer.

Nahtloser Übergang

Martina Waldmann, bislang am Hartriegelweg im Büro anzutreffen, bezieht derzeit das barrierefreie Büro im DRK-Stift. Sie macht klar: „Für meine zwölf Mitarbeiter, die alle den Weg unters Dach des DRK mitgehen, sowie für unsere Patienten ändert sich nichts. Selbst meine Telefonnummer nehme ich mit.“ Dass nichts „umgewürfelt“ werde, sei für alle – Angehörige, Patienten und Mitarbeiter – gleichermaßen wichtig. Unruhe solle gar nicht erst aufkommen.

Aktuell über 110 Patienten im Stamm

Mit ihrem privaten Krankenpflegedienst hat Waldmann mit ihrem Team über 110 Patienten betreut, davon 50 mindestens einmal die Woche oder bis zu dreimal am Tag. In der Rot-Kreuz-Familie fühle sie sich willkommen. Sie sei froh und stolz, dass die Kooperation geklappt habe. In Zukunft will Waldmann die Ausrichtung auf den palliativen Bereich ausbauen. Über ein natürliches Wachstum, das betont Sylvia Strössel, werde auch der Patientenstamm in der ambulanten Betreuung sicher wachsen, dann sei auch darüber nachzudenken, zusätzliches Personal einzustellen.


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