Zusammenlegung von Regionaldirektionen Delmenhorst: LzO sucht Platz für Neubau an Stedinger Straße

Von Frederik Grabbe

Die LzO führt in Delmenhorst und in anliegenden Kommunen Teile ihres Bankgeschäfts zusammen. Einen Personalabbau soll es nicht geben. Foto: Frederik GrabbeDie LzO führt in Delmenhorst und in anliegenden Kommunen Teile ihres Bankgeschäfts zusammen. Einen Personalabbau soll es nicht geben. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) führt in Delmenhorst und in anliegenden Kommunen Teile ihres Bankgeschäfts zusammen. Das Filialnetz soll weitestgehend erhalten werden. Einen Personalabbau soll es nicht geben. Dies teilte das Bankhaus am Donnerstag mit.

Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) führt ihr Privatkundengeschäft in Delmenhorst und im Raum Wildeshausen zusammen. Künftig verschmelzen die Regionaldirektionen Delmenhorst und Wildeshauser Geest zur Regionaldirektion Wildeshauser Geest-Delmenhorst. Einen Stellenabbau soll es nicht geben. Dies teilt das Bankhaus in einer Mitteilung mit. Zudem könnte die LzO-Filiale an der Stedinger Straße in einen Neubau ziehen.

„Schwierige Marktbedingungen“

Diese Schritte sind Teil eines Maßnahmenpakets der LzO, mit dem die Bank ihre Organisationsstruktur ändern und ihr digitales Angebot stärken will. Als Grund hierfür führt sie „anhaltend schwierige Marktbedingungen für die Kreditwirtschaft“ durch das vorherrschende Niedrigstzinsniveau an. Ein ausgedehntes Filialnetz will sie künftig dennoch im Oldenburger Land erhalten, wobei es leicht von 112 auf 116 Filialen schrumpfen wird.

Für Delmenhorst macht sich das Paket neben den Änderungen im Privatkundengeschäft folgendermaßen bemerkbar:

  • Für die LzO-Filiale an der Stedinger Straße erwägt die Bank einen Neubau, sobald ein geeignetes Grundstück gefunden wurde.
  • Der SB-Standort in Hasbergen-Iprump wird geschlossen.
  • Das Firmenkundengeschäft wird in Delmenhorst und Oldenburg zur neuen „Regionaldirektion Firmenkunden Oldenburg-Delmenhorst“ zusammengeführt. Den Schritt begründet die Bank mit vergleichbaren Kundenstrukturen.

Für den Landkreis Oldenburg vermeldet die Bank:

  • Auch in Ganderkesee laufen Planungen für eine neue Filiale.
  • Neue Filialräume entstehen derzeit in Sandkrug, Hude und Kirchhatten.
  • Der Bereich Firmenkunden in den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch wird künftig durch die neu gebildete Regionaldirektion Firmenkunden Wildeshauser Geest-Wesermarsch abgedeckt.

Personalabbau ausgeschlossen

Die Maßnahmen sollen schrittweise 2017 und 2018 ausgeführt werden. Einen Personalabbau schließt Gerhard Fiand, Vorsitzender des Vorstandes der LzO, in der Mitteilung aus. Sollten durch die fortschreitende Digitalisierung Stellen nicht mehr erforderlich sein, soll dies durch die „natürliche Fluktuation“ ausgeglichen werden. Für Auszubildende soll es auch künftig eine Übernahmegarantie geben.

Größeres digitales Angebot

Die Änderungen umfassen auch ein vergrößertes digitales Angebot an Finanzdienstleistungen: So wolle man besser auf Nutzer von Smartphone- und Tabletanwendungen eingehen. Im Bereich der Apps habe das Bankhaus sein Angebot kürzlich erst erweitert. In der Kundenberatung verzeichnet die Bank eine zunehmende Zahl an Anrufen und Chats mit Kunden, hier sind allein 50 Mitarbeiter tätig.

Dass die derzeitigen Niedrigzinsen Bankhäuser zu Umstrukturierungen treiben, wurde in der Stadt zuletzt bei der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok deutlich. Diese fusioniert mit der Volksbank Bassum-Stuhr-Syke-Wehye. Auch hier wurde ein Stellenabbau ausgeschlossen.


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