Baustein für Naturlehrpfad Ex-Oberbürgermeister spendet Bäume für Delmenhorster Graft

Wasser für den neuen Baum: Jürgen Thölke (rechts) hat drei Obstbäume für die Graft gespendet, gepflanzt wurden sie von Jasmin Braun und Dietmar Renken vom Baubetrieb der Stadt. Foto: Jan Eric FiedlerWasser für den neuen Baum: Jürgen Thölke (rechts) hat drei Obstbäume für die Graft gespendet, gepflanzt wurden sie von Jasmin Braun und Dietmar Renken vom Baubetrieb der Stadt. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Drei Obstbäume hat der ehemalige Delmenhorster Oberbürgermeister Jürgen Thölke für die Graft gespendet. Sie sollen Teil eines neuen Naturlehrpfades werden.

„Ich dachte mir, ich habe so viel von der Graft, dann kann ich auch mal etwas für die Graft tun.“ Jürgen Thölke, von 1986 bis 2001 Oberbürgermeister von Delmenhorst, ist leidenschaftlicher Spaziergänger und jetzt auch Spender von drei Obstbäumen in der Graft. Gemeinsam mit dem Bürgerparkverein „Unsere Graft“ und dem Fachdienst Stadtgrün hat Thölke die Bäume am Donnerstag an ihren neuen Platz auf der Streuobstwiese auf dem Graftring gebracht.

Naturlehrpfad soll entstehen

„Es ist schön, dass Menschen an das Gemeinwohl denken“, sagt Fachdienstleiterin Katrin Stöver. Für sie ist die Erweiterung der Streuobstwiese ein weiterer wichtiger Baustein für die Idee, einen Naturlehrpfad in der Graft einzurichten. Zwei weitere Schritte wurden bereits unternommen: Der Bürgerparkverein richtet derzeit auf einer ehemaligen Kleingartenparzelle neben der Streuobstwiese einen Bienenlehrpfad ein. Am vergangenen Wochenende hat der Verein zudem begonnen, vor besonderen Bäumen in der Graft Schilder für einen Baumlehrpfad aufzustellen. Hier schließt sich wieder der Kreis zu Thölkes Spende, denn auch vor seinen Bäumen steht ein solches Schild. Es handelt sich nämlich um Apfel- und Birnensorten, die nicht mehr alltäglich sind. Und weitere könnten hinzukommen, wie Stöver berichtet. Es gibt nämlich Hinweise, dass sich unter den Bäumen auf der Streuobstwiese weitere seltene Obstsorten befinden. Es sei aber noch nicht gelungen, diese zu identifizieren.

„Unantastbar wie der Central Park“

Thölke versteht die Spende als „kleines Dankeschön von mir an die Graft“. Er hofft darauf, dass sich die Graft weiterentwickelt – aber ausschließlich im Sinne der Bürger, wie er betont: „Die Graft ist etwas Einmaliges, ein Schmuckstück aller ersten Ranges. Es wäre schön, wenn die Graft unantastbar bleibt – wie der Central Park in New York.“


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