Offener Brief an Fraktionen Sassen bekräftigt Vorwürfe zu Delmenhorster Klinikbau

Bei der Gründung der Bürgerinitiative Krankenhaus hatte Eva Sassen (4. von rechts) gesagt, der Rat sei „belogen und betrogen“ worden. Foto: Jan Eric FiedlerBei der Gründung der Bürgerinitiative Krankenhaus hatte Eva Sassen (4. von rechts) gesagt, der Rat sei „belogen und betrogen“ worden. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Ratsfrau Eva Sassen reagiert mit einem offenen Brief auf die Aufforderung von CDU, Grünen und SPD/Piraten, ihre Aussage, der Rat sei bei der Entscheidung zum Klinik-Standort „belogen und betrogen“ worden, zu erklären.

Sassen rückt in dem Brief nicht von ihren Vorwürfen ab. Vielmehr klagt sie die drei Fraktionen an, eine „Große Koalition gegen die Bürger“ zu bilden, „um unsinnige Beschlüsse durchzudrücken“, und fordert sie auf, schnellstmöglich den Standort Wildeshauser Straße auf den Weg zu bringen. (Weiterlesen: Fraktionen fordern Erklärung von Eva Sassen )

Sassen bekräftigt ihre Aussagen

In dem Brief zweifelt Sassen weiterhin an, dass der Standort in der Stadtmitte der günstigste sei. Auch legt sie die Aussagen der Landesregierung zu den Fördermitteln so aus, dass ein Standortwechsel noch möglich sei. Sie erneuert auch die Kritik, dass das im Standortbeschluss als Vorteil des Standortes Mitte aufgeführte Blockheizkraftwerk gar nicht existiert.

(Weiterlesen: Gegner des JHD-Neubaus in Delmenhorst planen Demo )

JHD: Blockheizkraftwerk war fest eingeplant

„Zum Zeitpunkt der Herausgabe der Beschlussvorlage war geplant, noch in diesem Jahr ein Blockheizkraftwerk am Standort Mitte zu errichten“, teilt JHD-Sprecherin Jasmin Nowak dazu auf dk-Anfrage mit. Aufgrund des Umzuges des fast gesamten Klinikbetriebes an die Wildeshauser Straße sei es dann aber nicht mehr sinnvoll gewesen, den Bau weiter voranzutreiben. Das Projekt sei vorerst verschoben worden. Es werde weitergeführt, „sobald sich die Notwendigkeit des Baus ergibt“.


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