Erneute Krebserkrankung Delmenhorst nimmt Abschied von krankem Rüden Sam

Von Merlin Hinkelmann

Keine Hoffnung mehr für Hund Sam: Der Mischlingsrüde ist erneut an Krebs erkrankt. Foto: Marc van der VeldeKeine Hoffnung mehr für Hund Sam: Der Mischlingsrüde ist erneut an Krebs erkrankt. Foto: Marc van der Velde

Delmenhorst. Er hatte so viel überstanden. Und jetzt das: Hund Sam ist erneut an Krebs erkrankt.

Traurige Nachricht für alle Tierfreunde: Der Mischlingsrüde Sam, für den der Tierschutzverein Delmenhorst eine Pflegestelle suchte , ist erneut an Krebs erkrankt. Die Mitarbeiter des Tierschutzhofes stellen nun die Suche ein und machen Sam den Alltag so angenehm wie möglich. Wer möchte, kann sich auch noch auf dem Hof von Sam verabschieden.

„Das hat Sam nicht verdient“

Die schlimme Botschaft hatte die Mitarbeiter am Montag erreicht. Traurig verkündete Nadine Wessollek, Tierheimleiterin des Tierschutzhofes am Schillbrok, den Mitarbeitern die Diagnose. Sam ist erneut an Krebs erkrankt. Diesmal sieht es aber nicht so hoffnungsvoll aus wie beim letzten Mal. Was der Tierarzt bereits vermutete, bestätigte sich am Montag bei einem Besuch im Tiergesundheitszentrum in Bramsche. „Wir alle sind sehr traurig und fassungslos. Das hat Sam nicht verdient. Er hat so viel überstanden und nun so etwas“, sagt Wessollek. Aber es gibt keine Zweifel. Die Röntgenaufnahmen zeigen eindeutig Metastasen an Lunge, Brustkorb und an der Wirbelsäule. Zuletzt fiel bei Sam die schwindende Muskulatur an den Hinterläufen auf. Um die Muskulatur zu stärken, war Sam deshalb in der letzten Woche beim Physioschwimmen. Eigentlich sollte dies nun regelmäßig wiederholt werden, dazu wird es jetzt allerdings nicht mehr kommen.

Lange Leidensgeschichte

Die Liste der Krankheiten und Probleme, die Sam hatte, ist lang. Hodenkrebs, offene Wunden, multiresistente Keime. All diese Krankheiten konnten nach vielen Monaten und dank der Hilfe vieler Menschen , die Sam beim Kampf gegen seine Krankheiten unterstützt haben, geheilt werden. „Wir waren bei vielen Ärzten und Kliniken und haben es wirklich geschafft“, berichtet Nadine Wessollek weiter. „Wir haben den Keim mit täglichem Baden und Cremen bekämpft und die Wunden waren zuletzt geheilt. Wir haben uns so gefreut und haben gehofft, noch ein tolles Zuhause für ihn zu finden .“ Diese Hoffnung wurde nun durch diese Diagnose zerstört. „Jetzt geht es nur noch darum, Sam eine schöne Zeit zu bieten“, sagt Wessollek. „Wir wissen leider nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt.“

Abschied nehmen

Da die Geschichte von Sam die Freunde des Vereins schon viele Monate bewegt und auch sehr viele Tierfreunde Anteil am Schicksal des braunen Mischlingshundes genommen haben, möchten die Mitarbeiter des Tierschutzhofes es diesen Menschen ermöglichen, sich von Sam zu verabschieden. Wer möchte, kann ihn während der Öffnungszeiten, am Montag und Mittwoch von 16 bis 19 Uhr, und am Samstag von 11 bis 13 Uhr, oder nach vorheriger Absprache besuchen.