Im HWK erhältlich Katalog bildet Kunst im Delmenhorster HWK ab

Freuen sich über ihre neue Publikation: Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, die Künstlerin und aktueller HWK-Fellow Nadira Husain sowie HWK-Rektor Reto Weiler (von links). Foto: Alexander SchnackenburgFreuen sich über ihre neue Publikation: Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, die Künstlerin und aktueller HWK-Fellow Nadira Husain sowie HWK-Rektor Reto Weiler (von links). Foto: Alexander Schnackenburg

Delmenhorst. Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) ist nicht nur ein Treffpunkt für die Wissenschaft, sondern auf für die Kunst. Die im HWK entstandenen Werke sind jetzt in einem Buch zu sehen.

Kunst und Wissenschaft gehörten zusammen, findet Prof. Reto Weiler, Rektor des HWK. Aus diesem Grund habe er von Beginn seiner Leitung des Instituts an, seit 2008, großen Wert darauf gelegt, dass das HWK nicht „nur“ Gastwissenschaftlern, sogenannten „Fellows“, sondern auch Gastkünstlern eine Heimat bietet. Ein Katalog mit dem Titel „art in progress – fiction meets science“ dokumentiert ab sofort in Fotos, deutscher und in englischer Sprache insbesondere die Bildende Kunst, welche unter Weilers „Regentschaft“ am HWK bislang entstanden ist.

38 Kunst-Fellows beteiligt

Wobei der Begriff „Katalog“ der Publikation so wenig gerecht wird wie das Wort „Buch“. Es handelt sich um ein kunstvoll gebundenes Werk, das sich gewissermaßen aus zwei je 50 Seiten starken Büchern zusammensetzt. Es will ähnlich wie ein Fensterladen zugleich nach beiden Seiten geöffnet und durchforstet werden, Magneten halten es geschlossen. Während der Betrachter des offenen Doppel-Buchs in dem rechten Band Fotos der Kunstwerke erblickt, erfasst er in dem linken Band auf der jeweils gleichen Seite die Biografien der Künstler, welche die Kunstwerke geschaffen haben: 38 Fellows insgesamt, darunter Fotografen wie Nathalie Grenzhaeuser und Alexander S. MacLean, doch auch Bildhauer, Installations-Künstler oder Maler wie der aktuelle Gast, Nadira Husain. Weiler spricht von einer Kunstpublikation, die „ein bisschen verrückt“ geworden sei.

HWK ein „Highlight für Delmenhorst“

Der exklusiven Aufmachung entsprechend war die Herstellung der Publikation offenbar nicht gerade billig. Gleich 13.000 Euro, berichtet Wolfgang Etrich von der Volksbank, hätten sein Haus und die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeinsenbanken in Norddeutschland hinzugegeben, um das Projekt zu ermöglichen: weil es sich bei dem HWK um ein „Highlight für Delmenhorst“ handele. Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, streicht heraus, dass es der Stiftung darauf ankomme, über die Publikation auch Leute auf das HWK aufmerksam zu machen, die dort nicht täglich ein- und ausgingen.

Nur auf Anfrage erhältlich

Deswegen nehmen HWK, Volksbank und VR-Stiftung auch kein Geld für das Werk, das zunächst in einer Auflage von 750 Exemplaren erschienen ist. Es wird zur Ansicht in der Bibliothek, im Rathaus, in Museen und Kunstvereinen ausliegen. Die Volksbank verteilt es zudem an einige Kunden. Wer außerdem gern ein eigenes Exemplar hätte, kann sich an das HWK wenden.


0 Kommentare