Nach dem Brand am JHD Mitte Aufarbeitung des Feuers in Delmenhorster Klinik läuft


Delmenhorst. Nach dem Großfeuer am JHD Mitte suchen Experten nach der Brandursache. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) haben am Montag gemeinsam getagt.

Montagmorgen, mehr als 50 Stunden nach Beendigung der Brandbekämpfung, lief und tropfte das Löschwasser noch immer aus zerstörten Teil des JHD Mitte . Die Ermittlungen zur Brandursache haben – nach einer ersten Inaugenscheinnahme des Brandortes am Sonntag – an diesem Montag begonnen. Zwei Brandermittler des Ersten Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) der Polizei sowie ein hinzugezogener externer Brandsachverständiger als Gutachter versuchen zu eruieren, wie es zu dem verheerenden Brand gekommen ist, der am Freitag gegen 13.45 Uhr ausgebrochen war. Laut Polizeisprecher Henrick Hackmann ist derzeit offen, wann mit einem Ergebnis der Ermittlungen zu rechnen ist. Auch am Montag haben wieder zahlreiche Delmenhorster den abgesperrten Brandort aufgesucht, um sich selbst ein Bild von dem entstandenen Schaden zu machen.

Gespräche mit Banken und Versicherungen

Unterdessen haben sich Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) im erweiterten Kreis am Montagvormittag zur Bestandsaufnahme nach dem Brand im JHD Mitte im Rathaus getroffen. Dabei wurde ein regelmäßiger Austausch vereinbart. „Wir haben zügig die Handlungsfähigkeit wieder herstellen können und werden zeitnah in Gespräche mit dem Land Niedersachsen sowie Versicherungen und Banken eintreten“, berichtete JHD-Geschäftsführer Thomas Breidenbach. Den ersten Kontakt habe es bereits am Tag des Brandes gegeben, die Gespräche sollen nun weiter intensiviert werden. Noch sei der komplette Sachschaden am Standort Mitte zudem nicht absehbar, sagte Breidenbach auf Nachfrage. Es sei daher noch zu früh, über weitere konkrete Schritte zu reden. Er kündigte zudem eine Personalversammlung für die JHD-Mitarbeiter an.

Betrieb in Deichhorst läuft normal

Der Betrieb des JHD am Standort Deichhorst ist, so führte Geschäftsführer Breidenbach aus, in Windeseile wieder aufgenommen worden und laufe bereits seit Sonntag wieder normal. Die Gremien des JHD befinden sich laut Stadtsprecher Timo Frers aktuell im engen Austausch, um die kommenden Schritte nach dem Feuer zu besprechen und zu planen. Dazu gehöre auch eine sachliche Aufarbeitung der Geschehnisse vom vergangenen Freitag zusammen mit den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr. „Wir werden alle Informationen einholen und bündeln, um diese bei den kommenden Überlegungen einfließen lassen zu können“, sagte Jahnz.

Viel Lob für Einsatzkräfte

Vereinzelten Beschwerden, die Delmenhorster Bevölkerung sei nach dem Brandausbruch am Freitag zu spät über Rundfunkanstalten über mögliche Gefahren durch die Rauchentwicklung informiert worden – gut eine Stunde nach Alarmierung – trat am Montag Feuerwehr-Chef Thomas Stalinski auf dk-Nachfrage entgegen. In Absprache mit der Polizei sei die Lage beurteilt worden, für die Bevölkerung habe auch aufgrund der Thermik zu keiner Zeit eine Gefährdung vorgelegen, die Mitteilung an die Rundfunkanstalten sei zeitnah erfolgt. Eines hielt Stalinski bereits fest: „Die beteiligten Feuerwehrkräfte haben bei der Brandbekämpfung bis zur Erschöpfung gearbeitet.“ Oberbürgermeister Axel Jahnz sagte am Montag: „Die helfenden Kräfte waren zügig vor Ort und haben einen großartigen Einsatz gezeigt. Wir werden diesen Dank auch noch einmal persönlich überbringen. Besonders beeindruckt hat mich die Solidarität in allen Ebenen bei der Bewältigung der Aufgaben.“ Auch Breidenbach und der JHD-Aufsichtsratsvorsitzender Dechant Hubert von der Heide dankten allen Einsatz- und Rettungskräften für ihr Engagement. Jahnz betonte zudem: „Der Einsatz der Feuerwehren und Rettungskräfte war sehr professionell und gut organisiert. Auch das ruhige und besonnene Verhalten der Betroffenen im anliegenden Medizinischen Versorgungszentrum sowie bei der Kindertagesstätte St. Marien ist hervorzuheben.“ Breidenbach betonte: „Es war positiv, zu spüren, wie eine Vielzahl an Mitarbeitern spontan zum Krankenhaus geeilt ist, um zu helfen und zu unterstützen.“


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