Feuerkatastrophe in Delmenhorst JHD-Brand: Weitere Nachlöscharbeiten am Samstag


Delmenhorst . Am Tag nach dem Großbrand, der Teile des Josef-Hospitals in Delmenhorst zerstört hat, gibt es weiter Nachlöscharbeiten. Die Krankenhausmitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, die Lage zu meistern.

  • Die zentralen Telefonnummern des JHD Mitte sind nach Deichhorst umgeleitet.
  • Weiterhin fahren keine Krankenwagen das JHD in Deichhorst an.
  • Die Ambulanz in Deichhorst ist geöffnet.
  • Am Montag wird ein Shuttle-Service für Patienten mit Termin in Mitte eingerichtet.
  • Samstag waren mehrmals Nachlöscharbeiten notwendig.
  • Die Polizei hat das Gebäude beschlagnahmt.

Am Tag nach dem verheerenden Brand im Josef-Hospital in der Stadtmitte geht es für das Team des Krankenhauses darum, den Betrieb des Standortes in Deichhorst sicher zu stellen: 50 Mitarbeiter des Krankenhauses arbeiten seit 11 Uhr am Samstag daran, die durch die Brandkatastrophe entstandenen Lücken in der Organisation zu schließen. „Die Mitarbeiter sind in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte arbeitet unter der Leitung von Pflegedirektorin Heike Büssing und Dr. Frank Starp an den Abläufen in Deichhorst und organisiert, was dorthin gebracht werden muss. Die andere Hälfte kümmert sich unter meiner Leitung um den Umzug des Servers nach Deichhorst“, erklärte JHD-Geschäftsführer Thomas Breidenbach am Samstagnachmittag im Gespräch mit dem dk.

Rufnummern werden umgeleitet

Die zentralen Rufnummern des Krankenhauses sind laut Breidenbach mittlerweile an den Standort in Deichhorst umgeleitet worden und sind wieder erreichbar. Dies betrifft die Nummern (04221) 900 sowie (04221) 901460. Auch die Telefonnummer der Chirurgie-Praxis von Ulf Ernst Dierks, die im betroffenen Gebäudeteil untergebracht war, ist laut Breidenbach umgeleitet. Seine Sprechstunde findet am Montag im MVZ Chirurgie im Gesundheitszentrum an der Westerstraße statt.

Das Krankenhauspersonal versucht derzeit, alle Patienten, die einen Termin im JHD Mitte hatten, zu erreichen, um neue Termine in Deichhorst zu vergeben. Wenn am Montag trotzdem Patienten zum JHD Mitte kommen, wird ihnen ein Shuttle-Service nach Deichhorst angeboten.

Rechenzentrum wird verlegt, Sterilisation in Oldenburg

Das Computersystem für beide Krankenhausstandorte muss wieder in Betrieb genommen werden. Solange das Rechenzentrum aus dem JHD Mitte nicht wieder läuft, können keine Krankenwagen das Krankenhaus in Deichhorst anfahren. Die Krankenwagen werden derzeit zu den Krankenhäusern im Umland umgeleitet. Die Ambulanz des JHD Deichhorst ist aber weiterhin für Patienten geöffnet. Die Computer sollen nun nach Deichhorst transportiert und dort angeschlossen werden. „Der Server ist fast ausgebaut. Wir denken, dass wir keine Daten verloren haben“, sagte Breidenbach. Die zweite entscheidende Lücke in der Versorgung von Deichhorst konnte schon am Freitag geschlossen worden. Die Arbeit der Sterilisationsabteilung des JHD-Mitte, die auch die Operationsmaterialien für Deichhorst gereinigt hat, wurde von Krankenhäusern in OIdenburg übernommen. „Die Zusammenarbeit läuft gut“, bestätigte Breidenbach am Samstag.

Gebäude von der Polizei versiegelt

Der von den Flammen verwüstete Anbau wurde laut Breidenbach von der Polizei beschlagnahmt und versiegelt. Nur in Begleitung von Polizeibeamten dürfen die Mitarbeiter in das Gebäude. Die Polizei sei dauerhaft zur Sicherung des Gebäudes vor Ort. Die Feuerwehr musste am Samstag nach dem Ende der Löscharbeiten mehrfach wieder anrücken, um wieder entflammte Teile des Dachstuhls zu löschen. Ein Bild des Schadens im Inneren des Gebäudes konnten sich die Verantwortlichen des Krankenhauses noch nicht machen. Auch die Brandermittler können erst am Sonntag ihre Arbeit aufnehmen, um die Brandursache zu ermitteln.

Geschäftsführer lobt Mitarbeiter

Breidenbach lobte ausdrücklich das schnelle und engagierte Handeln der JHD-Mitarbeiter bei der Organisation der Aufgaben nach dem Brand und deren Abarbeitung: „Das sind die besten Mitarbeiter, die man sich vorstellen kann“, lobte der Geschäftsführer sein Team.

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