Geheimdienste und schlesische DNA Delmenhorster Heimatverein legt neues Jahrbuch vor

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Delmenhorst in der Mitte: Friedrich Hübner vom Heimatverein mit dem neuen Jahrbuch 2016 und einen Teil der Autorenschaft des Werkes. Foto: Frederik GrabbeDelmenhorst in der Mitte: Friedrich Hübner vom Heimatverein mit dem neuen Jahrbuch 2016 und einen Teil der Autorenschaft des Werkes. Foto: Frederik Grabbe

15 Autoren, 151 Seiten und eine Auflage von 1200 Exemplaren: Der Delmenhorster Heimatverein hat sein neues Jahrbuch vorgelegt. Enthalten sind zahlreiche Texte, die sich mit der Historie der Stadt befassen – und teilweise auch einen Bogen in die Gegenwart schlagen.

So stellte der zweite Vorsitzende des Vereins, Friedrich Hübner, eine Auswahl an Texten vor, die in dem Jahrbuch enthalten sind.

  • Und zwar den Text „Delmenhorst vor 70 Jahren“ von Dieter Rüdebusch vor: Der Autor hat sich sich in die mittlerweile geöffneten Archive des britischen Geheimdienstes begeben, um die Nachkriegszeit um 1946/47 zu illustrieren. „Die Geheimdienstdokumentationen zeichnen ein interessantes Sittenbild der Zeit“, so Hübner.
  • Der Autor Hans-Hermann Precht beleuchtet die Beziehungen zwischen der Nordwolle und der Staatsregierung in Oldenburg um 1900. Diese hatte den Wunsch der preußischen Herrscher umzusetzen, gegen Überfremdung vorzubeugen. Es sollte eine „Polonisierung“ auf der Nordwolle vermieden werden. Precht schildert die hinterlassenen Diskussionen der Offiziellen.
  • Michael Hirschfeld blickte anhand alter Tabellen auf die Zuwanderungen aus Schlesien um 1900. In zehn Jahren seien damals 1000 Menschen allein aus dem Kreis Neustadt eingewandert, so Hübner. Rechnet man die Zahlen hoch, habe jeder zweite Delmenhorster Wurzeln nach Schlesien, so der Heimatvereinsvertreter.
  • Andreas Tensfeldt schildert in einen Stück die aufwändige Restaurierung der Höger-Kapelle in Bungerhof mit Aquarellen und Grafiken. „Ein Höger-Bau steht in Deichhorst“, bemerkte Hübner zum JHD Deichhorst. „Und diesen Bau werden wir sicher auch restauriert sehen“, sagte er für die Zeit nach 2020 nach dem Auszug des JHD voraus.

Dies sind nur einige Texte aus dem Heimatbuch, weitere befassen sich etwa mit einem 200 Jahre alten Baurechtsfall, der hohe Wellen schlug, dem Malter und Dichter Arthur Fitger, der Entwicklung der Delmenhorster Fußgängerzone oder Personen aus den Delmenhorster Grafengeschlechtern. (Weiterlesen: Heimatverein gibt Jahrbuch für 2015 heraus)

Sponsoren der der neuen Auflage des Buches sind die Volksbank Delmenhorst-Schierbrok, die LzO, die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die EWE, die SWD und die Stadt. Unterstützung bei der Gestaltung der Umschlagseiten kam vom Lions-Club Delmenhorst Burggraf.

Bezogen werden kann das Heimatjahrbuch 2016 ab sofort im örtlichen Buchhandel und in der Verkaufsstelle des Stadtmuseums für 14,95 Euro.


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