Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet Delmenhorster Jagdmesse bietet Wild, Wein und mehr

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Delmenhorst. Wild, Wein, Tierpräparate, Honig, Forellen und Kettensägenkunst – die Delmenhorster Jagdmesse „Wild und Wein“ erweist sich als facettenreich.

Hirsch, Reh und Wildschwein gemischt bekommt man nicht jeden Tag geboten. Bei der Jagdmesse „Wild und Wein“ des Hegerings Delmenhorst am laufenden Wochenende schon – als Bratwurst frisch vom Grill. Was einmal mehr vor Augen führt: Irgendwoher muss das Fleisch ja kommen, das der Mensch täglich verzehrt.

Dass die Jagd nach wie vor ein emotionales Thema ist, Hegeringsleiterin Sylke Boers-Stoffels weiß das. Mit dem Spruch „Du schießt Bambi tot“ ist die 36-Jährige nicht erst einmal konfrontiert worden. Doch die Medaille hat zwei Seiten: Während die einen die Jägerin für ihr Tun verurteilen, fragen andere regelmäßig nach, ob sie bei ihr frisch erlegtes Wild für die Pfanne oder den Grill bekommen können.

Infomobil stellte eigenes Wissen auf Prüfstand

Auch wenn der Titel der Jagdmesse auf dem Gelände des Autohauses Wako an der Seestraße genussorientiert gewählt ist, geht es doch nicht nur um Essen und Trinken. So wird unter anderem die Ausbildung von Jagdhunden demonstriert und ein Infomobil der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst stellt auf die Probe, wie es um die Naturkenntnisse jedes Einzelnen bestellt ist. „Wildschein und Specht erkennen viele Kinder noch“, sagt Hülya Brièll-Siemon, die am Mobil abwechselnd mit Heike Kroll und Willi Noll informiert. „Beim Dachs oder schon beim Reh wird es schwierig.“

Ein Schwarzspecht wie auf der Großen Höhe

Die präparierten Tiere im Fahrzeug sind nicht sämtlich eigens für Schauzwecke geschossen worden, manche wurden nach Wildunfällen zum Ausstellungsstück. Zu sehen ist auch ein Schwarzspecht, der größte aller Spechte in der Region, der des Öfteren etwa auf der Großen Höhe zu beobachten ist.

270 Mitglieder zählt der Hegering Delmenhorst aktuell, rund 100 von ihnen sind aktiv. Neun Reviere im Delmenhorster Stadtgebiet sind in Händen hiesiger Waidmänner und -frauen, dazu vier weitere im Landkreis.

Derzeit fehlt es nicht an Jagdnachwuchs

„Wir haben gerade einen ganzen Schwung an Jungjägern bekommen“, freut sich Boers-Stoffels. Beim Aufbau der zweitägigen Jagdmesse hätten die gleich mit angepackt. Wer Jäger werden will, kann alle Kenntnisse auch in Delmenhorst erwerben, bei der Jagdschule Carsten Sauerwein. Der nächste Kurs beginnt am 30. August und umfasst Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb ebenso wie die sachkundige und praktische Handhabung von Jagdwaffen.

Wer im Kreis der Jäger erst einmal vorfühlen möchte, hat dazu an jedem ersten Mittwoch im Monat Gelegenheit im Markt Eins. Dort kommt der öffentliche Jägerstammtisch jeweils um 19.30 Uhr zusammen.

Zehn Jagdbläsergruppen stoßen am Sonntag ins Horn

„Wild und Wein“ öffnet auch am Sonntag, 14. August, von 11 bis 17 Uhr und bietet ab etwa zwölf Uhr ein Kreisjagdbläsertreffen. Zehn Gruppen mit insgesamt 150 Aktiven aus der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst werden antreten und um Pokale wetteifern. Weitere Attraktionen auf dem Gelände sind ein Kettensägenkünstler und ein aufwendig als Diorama in Szene gesetztes Stück Natur. Drei Winzer und ein Imker bieten ihre Produkte an. Wer Fleisch und Wurst vom Grill verschmäht, kann auch auf vor Ort geräucherte Forellen oder Kuchen zurückgreifen.


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