Ausstellung in Delmenhort Druckgrafik-Festival zeigt viele Möglichkeiten auf

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Julia Vogel (vorne rechts) veranstaltet am Wochenende das erste Druckgrafik-Festival in Delmenhorst. Foto: Andreas NistlerJulia Vogel (vorne rechts) veranstaltet am Wochenende das erste Druckgrafik-Festival in Delmenhorst. Foto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Das erste Delmenhorster Druckgrafik-Festival findet am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Juni, in der Craftschöpferey an der Stedinger Landstraße 5 statt. Am Sonntag ist von 11 bis 15 Uhr geöffnet.

. Ob der Fischschwarm, die abstrakte Figur oder auch das eine oder andere Gesicht: Sie alle hängen wie zufällig an den Wänden, die einen an Klammern, andere gar an Wäscheleinen. Keine Frage: Dieses Druckgrafikfestival, das am Wochenende im HausBerGer an der Stedinger Landstraße zu erleben ist, unterscheidet sich in puncto Konzeption erheblich von jenen Ausstellungen, die der hiesige Kunstliebhaber gewohnt sein mag.

Ungewöhnliche Präsentationsform

Sie habe sich durch soziale Netzwerke inspirieren lassen, als sie die Idee für diese Ausstellungsform entwickelt habe, sagt Julia Vogel, Leiterin der Kurswerkstatt „Craftschöpferey“ im HausBerGer. In England etwa scheine es durchaus üblich zu sein, Kunst dem Publikum auf diese, eher spontan anmutende Art und Weise zu präsentieren, statt alle Bilder einzurahmen und in millimetergenau festgelegten Abständen an den Wänden zu platzieren.

Galerien stellen ungern Radierungen oder Siebdrucke aus

Das Hauptziel des Festivals, so Vogel weiter, bestehe darin, das Interesse sowohl des Publikums als auch der Künstler an Druckgrafiken überhaupt erst einmal zu wecken, damit sich die Kreise der Grafiker und ihrer Fangemeinde vergrößern mögen. Aktuell stellten viele Galerien eher ungern Radierungen, Holzschnitte oder Siebdrucke aus, da sich diese meist schlecht verkaufen ließen.

Weiterlesen: HausBerGer stärkt Kunst und Kultur in Delmenhorst

Tatsächlich erscheinen die Mittel der Druckgrafiker gegenüber jenen anderer Bildender Künstler, zumindest auf den ersten Blick betrachtet, eher klein. Die Kontraste in den Arbeiten lassen sich nicht so fein abstimmen wie etwa beim Zeichnen mit Stiften oder beim Malen mit Wasser- und Ölfarben. Ohnehin bieten sich Drucktechniken vor allem zum Erzeugen schwarz-weißen oder farblich noch zu gestaltender Bilder an.

Kampf mit der Materie

Aus Sicht Jutta Geblers, die unter anderem Tiefdrucke beim Festival ausstellt, machen die vermeintlich limitierten Möglichkeiten des Drucks jedoch gerade den Reiz der Arbeit aus. Denn zur eigentlichen künstlerischen Arbeit komme der „Kampf mit der Materie“ hinzu. Ähnlich sieht es ihr „Kollege“ Manfred Schidlo. Mit Tempera-Malerei habe er einst angefangen, sich künstlerisch zu betätigen, habe dann immer mehr Gefallen an grafischen Elementen gefunden und sei schließlich bei Lithographien, Radierungen und Linolschnitten angekommen. „Es ist einfach faszinierend“, sagt er dazu.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN