Planung für JHD-Neubau im Zeitplan Alte Delmenhorster Post wird Teil neuer Klinik

Die baufachliche Prüfung der Neubaupläne für das Josef-Hospital Delmenhorst soll im August abgeschlossen werden. Foto: GSP ArchitektenDie baufachliche Prüfung der Neubaupläne für das Josef-Hospital Delmenhorst soll im August abgeschlossen werden. Foto: GSP Architekten

Delmenhorst. Der Neubau des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD) an der Westerstraße rückt immer näher. Die alte Post an der Louisenstraße bekommt dabei eine neue Rolle.

Die baufachliche Prüfung der Neubaupläne soll im August abgeschlossen werden, wie JHD-Geschäftsführer Thomas Breidenbach im Gespräch mit dem dk berichtete. Die Planungen und Vorbereitungen befinden sich im Zeitplan.

Vorbereitungen für Abriss starten im August

Durch den Umzug der Stationen aus dem JHD Mitte an die Wildeshauser Straße im Juli verringert sich die Bauzeit an der Westerstraße von 4,5 auf „ambitionierte drei Jahre“, so Breidenbach. Er rechnet damit, dass die Vorbereitungen für den Abriss im August starten. Die Bauarbeiten können nach dem Erhalt des Fördermittelbescheids aus Hannover starten. Damit rechnet Breidenbach gegen Ende des Jahres. Im Jahr 2020 soll der Neubau stehen.

In der Innenstadt entsteht durch den Neubau laut Breidenbach ein „Medizincampus“. Denn neben Klinikbau und Gesundheitszentrum wird auch das alte Postgebäude an der Louisenstraße 35 Teil des neuen Krankenhauskomplexes. Hier wird laut Breidenbach nicht nur die Verwaltung des Josef-Hospitals ihren Platz finden, sondern auch eine Außenstelle der Karl-Jaspers-Klinik.

Erneute Debatte um Standort

Zuletzt war eine öffentliche Debatte über den Standort an der Westerstraße entbrannt, in den sich zuletzt auch die UAD eingeschaltet hatten. Breidenbach kann die Kritik am Standort und auch an einer künftigen Verkehrsführung nur bedingt verstehen. „Das wichtigste ist es, die Themen ohne Emotionen zu behandeln und die Fakten zu betrachten“, meint Breidenbach. „Es verwundert mich, dass fast ein Jahr nach der sehr transparenten Diskussion über den Standort dieses Thema wieder aufgegriffen wird.“

Verkehrskonzept soll erstellt werden

Zu den Fakten gehört laut Breidenbach, dass die Entscheidung für den Standort an der Westerstraße einstimmig gefallen ist – auch im Stadtrat . Ebenso würde man sich intensiv mit dem Thema Verkehr auseinandersetzen. „Das Krankenhaus wird in ein Gesamtverkehrskonzept für die Innenstadt eingebettet werden müssen“, betont er. Dieses werde noch erstellt.

Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel deutlich besser

Gleichzeitig fehlen ihm in der Diskussion um die Anbindung des Krankenhauses die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Anbindung des Standortes in der Stadtmitte sei durch die Nähe zu ZOB und Bahnhof deutlich besser als an der Wildeshauser Straße und auch besser als bei anderen Krankenhäusern.


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