Delmenhorst: Tag der offenen Tür Neues Lager für Delmewerkstätten: Auf in Richtung Zukunft

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Delmenhorst. Doppelte Größe, mehr Leistungsfähigkeit: Die Delmewerkstätten haben am Tag der offenen Tür ihr neues Lager vorgestellt. Die Vergrößerung ist auch ein Schritt in Richtung Zukunft.

Die Delmewerkstätten haben am Freitag zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Das neue Prunkstück, das der Öffentlichkeit präsentiert wurde, war die neue Lagerhalle auf dem Gelände an der Richtstraße. Hier sind die Kapazitäten teilweise mehr als verdoppelt worden. Aber auch die sieben Produktionsbereiche waren für rund 200 Besucher von Interesse.

Kunden wollen alles aus einer Hand

Die Lagerfläche wurde auf 400 Quadratmeter verdoppelt, statt 180 können 400 Paletten im Lager untergebracht werden. Einzig der Platz der nicht überdachten Hoffläche hat sich verringert, von 800 auf 300 Quadratmeter. Abstrakt gesagt, reagieren die Delmewerkstätten auf Änderungen in den Produktionsanforderungen, „es schrie förmlich nach einem neuen Lager“, beschreibt Michael Setter vom Sozialen Dienst. Produktionsleiter Alfred Niemeyer präzisiert: „Unsere Kunden verlangen alles aus einer Hand. Vom Einkauf über die Fertigung und Veredelung bis zur Lieferung.“ Aufgrund dieser Produktionskette seien einfach größere Lagerkapazitäten nötig. Weil diese vorher eben nicht gegeben waren, mussten die Delmewerkstätten sogar Aufträge ablehnen, so Niemeyer. So gesehen reagiert die Einrichtung nur auf den Markt. Niemeyer: „Die Halle ist für die Zukunft gebaut.“ (Weiterlesen: Flüchtlinge werden in Delmewerkstätten beschäftigt)

Zulieferer für regionale Industrie

Neben einer Serie von Eigenprodukten wie Gartenstelen, Vogelhäuschen, Lampen und anderen Dekoartikeln, die in einem eigenen Shop verkauft werden, sind die Werkstätten vor allem Zulieferer für Kunden der regionalen Industrie. So werden in insgesamt sieben Bereichen zum Beispiel Zerspanungsbauteile, bearbeitete Holzplatten oder Kabel- und Elektrobauteile hergestellt. Letzteres zum Beispiel für die Montage von Milchpulvermischautomaten. In einer Großküche werden täglich rund 600 Essen gekocht. In Delmenhorst werden auf diese Weise insgesamt 230 Beschäftigte mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen von 50 Mitarbeitern wie Arbeitspädagogen und Gruppenleiter betreut. (Weiterlesen: Beschäftigte der Delmewerkstätten feiern Dienstjubiläen)

„Unser Hauptauftrag besteht darin, Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln und ihnen die Teilhabe am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, sagt Setter.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN