Protest gegen Pony-Karussell Mahnwache auf Delmenhorster Kramermarkt angekündigt

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Die in Delmenhorst geplante Mahnwache ist kein Einzelfall. Erst am 3. April protestierten diese Tierschützer beim Volksfest „Hamburger Dom“ gegen Pony-Karussells. Foto: Daniel Bockwoldt/dpaDie in Delmenhorst geplante Mahnwache ist kein Einzelfall. Erst am 3. April protestierten diese Tierschützer beim Volksfest „Hamburger Dom“ gegen Pony-Karussells. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Delmenhorst. Die Tierschutzorganisation Animals United ruft für Dienstag, 12. April, zu einer Mahnwache am Eingang zum Kramermarkt auf den Graftwiesen auf. An der Hotelwiese will sie von 16 bis 18 Uhr gegen das Pony-Karussell auf dem Kramermarkt protestieren.

Für die Mahnwache hat sich der eingetragene Verein bewusst den Familientag auf dem Kramermarkt ausgesucht. Ziel sei, die Besucher „über die Ausbeutung von Tieren aufklären und hierbei insbesondere auf das Leid der Ponys in Pony-Karussells aufmerksam machen“.

In einem Facebook-Aufruf zur Mahnwache heißt es, die Tiere in Ponykarussells seien „ständigen Qualen“ ausgesetzt. Weiter heißt es: „Das ständige monotone Im-Kreis-Laufen löst sowohl physische Belastungen wie Haltungs-, Muskel-, Gelenk- und Wirbelschäden als auch psychische Probleme wie Traumata und Stress aus. Letztere führen nicht selten zu Herzrasen und Panik, Symptome, die durch den hohen Lärmpegel auf dem Volksfest unterstützt werden.“

„Vergessenes und verdrängtes Leid“

Ziel der Mahnwache sei, über verdrängte oder vergessene Leid der Tiere zu informieren und aufzuklären, warum Pony-Karussells keinen Spaß für Tiere bedeuten.

Im Vorfeld des Marktes hatte bereits der parteilose Ratsherr Henning Suhrkamp derartige Kritik in die Öffentlichkeit getragen. Schausteller Roland Degener, der die Ponybahn auf dem Kramermarkt betreibt, hatte darauf mit Empörung reagiert : „Was der Tierschützer in der Zeitung behauptet, sind reine Lügen.“

Betreiber verweist auf guten Umgang mit Tieren

Degener hatte auf Kontrollen durch Veterinäre verwiesen und darauf, dass er sich intensiv um seine Tiere kümmere: „Unsere Ponys stehen auf unseren Weiden zuhause bei Harpstedt und werden auch immer wieder abends heimgebracht. Wenn ein Markt zu weit weg ist, mieten wir Weiden an.“ Die Tiere seien weder krank, noch würden sie gequält.

Die Verwaltung bestätigte, dass ihr die Mahnwache von Animals United angezeigt worden sei. Die Zahl der Teilnehmer sei mit zehn bis 20 Personen kalkuliert.


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